Samstag , 8. August 2020

Festnahme nach wilder Verfolgungsfahrt

Lüneburg/Hamburg. Nach zwei Automatensprengungen in der Nacht zu Pfingstsonntag hat die Polizei zwei mutmaßliche Täter gefasst. Nach einer längeren Verfolgungsfahrt, an der Einsatzkräfte aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg beteiligt waren, wurden zwei Männer vorläufig festnehmen.

Nach derzeitigen Ermittlungen hatten die Männer gegen 00.45 Uhr am Develandring in Dannenberg einen zunächst  Zigarettenautomaten gesprengt und waren dann geflüchtet. Gegen 3.30 Uhr machten sich die Täter dann an einem  Fahrkartenautomat an der Bahnhofstraße in Echem zu schaffen und sprengten diesen ebenfalls aus.

Zeugen verständigten die Polizei, die eine Fahndung einleitete. Weitere Zeugen konnten Hinweise auf mehrere maskierte Täter sowie das Fluchtfahrzeug, einen dunklen Kombi, geben. Im Laufe der Nacht wurde das Fluchtfahrzeug an der Elbbrücke in Geesthacht entdeckt. Als die Polizei den Wagen stoppen und kontrollieren wollte, flüchteten die Männer mit mehr als 180 Stundenkilometern über die A25 Richtung Hamburg. Bei Bergedorf verließen mehrere Männer fluchtartig das Fahrzeug. Zwei von ihnen konnten festgenommen werden. In dem Fluchtfahrzeug fanden die Polizisten mutmaßliches Diebesgut, unter anderem Zigaretten und Bargeld.

Bei der Fahndung kam neben mehreren Streifenwagen auch ein Hubschrauber zum Einsatz. Bei den beiden festgenommenen Männern handelt es sich laut Polizei um zwei in Hamburg lebende deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund. Die 32- und 28-jährigen Brüder wurden durch Ermittler der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe „Automatensprengungen“ der Lüneburger Polizei vernommen. Die Ermittlungen dauern an. lz