Samstag , 19. September 2020
Das Pacos in der Schrangenstraße bleibt geschlossen. (Foto: be)

Gericht entscheidet: Pacos-Bar bleibt geschlossen

Lüneburg. Die Pacos-Bar an der Schrangenstraße bleibt geschlossen: Das hat am Donnerstagnachmittag das Verwaltungsgericht Lüneburg entschieden und damit ein entsprechendes Verbot des Landkreises Lüneburg bestätigt. Zur Begründung erklärte die 6. Kammer, beim Pacos handele es sich um eine Bar und nicht um ein Restaurant. Allein schon der Internetauftritt des Betriebes mit Öffnungszeiten, Speisekarte und Konzeption weise darauf hin, dass es sich nicht um eine Speisewirtschaft handele.
Laut Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen dürfen Restaurants öffnen, Bars aber nicht. Das Pacos war vergangenes Wochenende ins Visier der Aufsichtsbehörde geraten, weil mehr als 100 Gäste dort die Abstandsregeln nicht beachtet hatten und der Wirt nicht wie vorgeschrieben eine Gästeliste führte. Vergangenen Dienstag hatte das Pacos trotz Verbots durch den Landkreis erneut geöffnet, die Polizei schritt ein und  untersagte den Betrieb. Dagegen wandte sich der Geschäftsführer in seinem Eilantrag an das Verwaltungsgericht.
Dieses wies den Antrag jedoch zurück Auch angesichts des tagesaktuellen Infektionsgeschehens mit Ausbrüchen der Corona-Krankheit in einem Restaurant im Landkreis Leer, in dem wie im Pacos eine besondere räumliche Enge herrsche, sei das Betriebsverbot gerechtfertigt. Die gesundheitlichen Ziele hätten Vorrang vor den Interessen des Pacos-Betreibers.
Gegen die Entscheidung kann der Wirt Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg einlegen.
Von Thomas Mitzlaff

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