Samstag , 26. September 2020
Foto: Michael Behns

Polizei schließt erneut das Pacos

Lüneburg. Die Polizei hat am Dienstagabend erneut die Pacos-Bar an der Schrangenstraße geschlossen. „Gegen den Wirt haben wir ein weiteres Bußgeldverfahren eingeleitet“, erklärte Landkreis-Sprecherin Katrin Holzmann. Rund ein halbes Dutzend Gäste hatte sich nach Polizeiangaben an den Außentischen bewirten lassen, obwohl die Bar laut Landkreis nicht öffnen darf, da es sich bei dem gastronomischen Betrieb nicht primär um eine Speisewirtschaft handelt.

Unterdessen hat der Wirt des Pacos am Mittwochnachmittag beim Verwaltungsgericht Lüneburg Klage gegen die Zwangsschließung eingereicht. Eine Eilentscheidung will das Gericht innerhalb weniger Tage treffen, bis dahin gilt die Schließungs-Entscheidung des Landkreises.

Bereits vergangenen Samstagabend hatte die Polizei die Pacos-Bar geschlossen, weil rund 100 Gäste dicht an dicht standen und die Abstandsregelung offenbar eklatant missachtet wurden. Außerdem konnte der Wirt offenbar keine Gästeliste vorweisen. Diese ist aber vorgeschrieben, um im Fall einer Corona-Infektion die Infektionswege nachvollziehen zu können. Das Gesundheitsamt hatte das Verhalten von Gästen und Wirt am Sonnabend als „unverantwortlich“ bezeichnet.

Nach Angaben des Landkreises ist der Vorfall von Samstagabend der bislang schwerste Verstoß im Kreis gegen die Corona-Beschränkungen im Landkreis Lüneburg. Im Raum steht ein Bußgeld in fünfstelliger Höhe gegen den Wirt.

Im Rahmen dieses Bußgeldverfahrens hatte der Landkreis am Montag mitgeteilt, dass die Bar nicht öffnen dürfe, weil die Schankwirtschaft gegenüber der Speisewirtschaft überwiegt. So ist es in der Verordnung des Landes Niedersachsen festgeschrieben. Dennoch öffnete das Lokal am Dienstagabend erneut, die Polizei schloss es um 18.30 Uhr.

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Von Thomas Mitzlaff

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