Sonntag , 27. September 2020
Nora Mannhardt freut sich über die Auszeichnung. Vor der neuen Käserei des Bauckhofes grasen die Kühe des Hofes und sorgen für eine besondere Arbeitsatmosphäre. (Foto: bau)

Bronzene Harfe für Aschekäse

Amelinghausen. Eine besondere Auszeichnung hat der Bauckhof Amelinghausen gewonnen. Verbraucher und eine 20-köpfige Fachjury wählten im Wettbewerb „Deutscher Käsepreis 2019/20“ des Verbandes für handwerkliche Milchverarbeitung (VHM) im ökologischen Landbau den in der eigenen Käserei des Biobetriebes nach Demeter-Richtlinien hergestellten Aschekäse auf den dritten Platz. „Darüber freuen wir uns sehr“, sagte Käserin Nora Mannhardt.

Mit den Organisatoren war seit Wochen eine feierliche Übergabe in der neuen Käserei des Betriebes Am Heisterberg in Amelinghausen geplant. Die Corona-Pandemie-Beschränkungen verhinderten dies, sodass die Trophäe – eine „Käseharfe in Bronze“ – vor Kurzem mit der Post eintraf. „Wir sind aber auch ohne die feierliche Überreichung sehr stolz auf die Auszeichnung“, sagt die Diplom-Agrar-Ingenieurin. Der Wanderpokal wird seinen Ehrenplatz an der Käsetheke im Hofladen erhalten.

„Käse cum Laude”

„Das Besondere an diesem Käse ist, dass er in Holzasche gewendet wird“, sagt die 42-Jährige. Auch dadurch erhalte das Produkt seine spezielle Note. Den Aschekäse hatte Nora Mannhardt 2010 auf den Markt gebracht. Seit Jahren ist er einer der Verkaufsschlager des Bauckhofes – und fand auch bei dem in München während der 4. Hofkäsetage auf dem Viktualienmarkt stattgefundenen Wettbewerb großen Anklang.

Der Bauckhof räumte aber noch weitere Preise ab: So ging auch der ausgelobte Innovationspreis für den Heide-Halloumi (Weichkäse aus Kuhmilch) an den Amelinghausener Betrieb. Zudem darf neben dem Aschekäse auch der ebenso selbst hergestellte Camembert für ein Jahr das Prädikat „Käse cum Laude” tragen.

22 Käsesorten vom Bauckhof

Schon seit 1995 wird auf dem Bauckhof Käse hergestellt. Mittlerweile ist das Angebot auf insgesamt 22 Sorten angewachsen. Vom Hofkäse in drei verschiedenen Altersstufen über Hartkäse, verschiedene Weichkäsespezialitäten bis hin zum Heide-Halloumi. Bei der Produktion wird Nora Mannhardt noch von fünf weiteren Mitarbeitern unterstützt. Dazu gehören ihr Mann Tobias Riedl sowie Osama Alkaima, Christiane Gerke, Janin Richter und Lena Glowalla.

Der Wettkampf in München ist die größte deutsche Prüfung für handwerkliche Milchprodukte. 132 Milch- und Käsespezialitäten stellten sich dem seit 2010 jährlich vom VHM ausgerichtete Qualitätswettbewerb. Geprüft wurden Aussehen, Konsistenz, Geruch und Geschmack. Die Konkurrenz in der Kategorie „Käse“ gewann der „Schwäbische Voralbkäse natur“ aus der Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung gGmbH in Göppingen vor dem Schnittkäse „Göhrdetaler von der Demeter Hofgemeinschaft Tangsehl aus dem Wendland und dem Aschekäse des Bauckhofes. lz