Dienstag , 29. September 2020
Ortstermin auf den Sülzwiesen: Das Quintett will den Platz zur Bühne für den Lüneburger Kultursommer machen. (Foto t&w)

Kultur auf den Sülzwiesen

Lüneburg. Die Sülzwiesen werden die nächsten Monate zu einer Kulturmeile, das steht inzwischen fest. Zwei Veranstalter wollen Künstlern dort eine Bühne bieten. Den Anfang macht Max Zapke mit der Agentur Unlimited Events, danach folgen mehrere Akteure um die Campus-Gruppe. Beide Konzepte basieren auf dem Vorbild von Autokinos.

Zapke kann einen Teil des Areals neben dem Festplatz drei Wochenenden nutzen, von Ende Mai bis Mitte Juni. Er sagt: „Wir planen mit Liveshows, Comedy und einem Kinderprogramm.“ Denkbar sei auch eine Auto-Disco: Auf der Bühne legt ein DJ auf, die Musik wird über eine UKW-Frequenz ins Auto übertragen. Er will vor allem Sonnabend und Sonntag nutzen, an den Sonntagen soll es ein Kinderprogramm geben. So habe er unter anderem den Musiker Volker Rosien gebucht. Unter der Woche seien Veranstaltungen möglich: „Wenn Künstler Interesse haben.“

Zapke geht davon aus, dass zwischen 200 und 400 Autos auf die Wiese rollen können: „Das kommt darauf an, was gerade läuft.“ Ein Bonbon verspricht er den Lüneburgern: „Am Sonnabend, 13. Juni, zünden wir ein Feuerwerk.“

Anwohner sollen so wenig wie möglich gestört werden

Im Anschluss übernehmen Klaus Hoppe von Campus, Florian Buhr von Protones, einer Firma für Veranstaltungstechnik, und Mischa Karafiat, auch er ist seit Jahren mit großen Festen vertraut, die Regie. Auch für sie stehen Comedy, Konzerte, Lesungen und Ähnliches an. Für Technik, Sicherheit und Co kalkulieren sie mit Kosten bis zu einer Viertelmillion Euro. Sponsoren sollen Geld geben. „Das läuft“, sagt Hoppe. Selbst wenn die Summe nicht zusammenkomme, könne man die Abläufe so zurechtschneiden, dass der Platz bespielt werden kann.

Als mögliche Partner haben die Akteure das Kulturforum, die Macher des Salon Hansen, die Buchhandlung Lünebuch, die Kirchen für Gottesdienste und eben Campus selber gewonnen. Campus ist bekannt durch das ehemalige Vamos und die Ritterakademie. Vermutlich dürften sich die Corona-Vorgaben weiter lockern. Dann gehen Hoppe und seine Mitstreiter davon aus, dass sie Besucher quasi in einem großen Gartencafé empfangen: statt Autos Tische und Stühle.

Sie setzen auf eine Leinwand mit LED-Technik und eine UKW-Übertragung ins Auto oder einen Ton-Empfang mittels Kopfhörern. Wichtig ist allen, dass Anwohner so wenig wie möglich gestört werden und dass das kulturelle Leben der Stadt trotz Corona weiter bestehen kann.

Der Vorverkauf läuft

Das Programm nimmt Form an

  • Fr., 29. Mai: Generation Z, Autodisco (2000er Musik) mit Unterstützung der Musiclocation Garage
  • Sa., 30. Mai: Flashback Back into the 80s & 90s, Autodisco
  • So., 31. Mai: Volker Rosin live – Der König der Kinderdisco (bekannt aus Kika)
  • So., 07. Juni: „Der Grüffello“ und „Pettersson und Findus“ von Heinz Lauenburger, Puppentheater für Kinder
  • Sa., 13. Juni: Feuerwerk

Das Programm wird nach und nach erweitert und veröffentlich. Tickets gibt es ausschließlich im Vorverkauf unter www.lüneburg-lebt.de

Von Carlo Eggeling