Samstag , 26. September 2020
Der Lüneburger Flugplatz an der Zeppelinstraße im Industriegebiet Hafen. (Foto: be)

Verein bleibt dabei: Keine Teilnahme an Flugplatz-Info

Lüneburg. Vor der am heutigen Montag, 18. Mai, um 19 Uhr geplanten Bürgerveranstaltung der Stadt für Fragen rund um den Bürgerentscheid zum Flugplatz Lüneburg s ind erneut Spannungen zwischen der Stadt und dem Luftsportverein Lüneburg (LVL) aufgetreten. Der Verein bekräftigte am Donnerstag, nicht an der Veranstaltung teilnehmen zu wollen.

„Wir können da kein faires und neutrales Verhalten der Stadt erkennen“, begründete LVL-Vorsitzender Richard Meier die Entscheidung. Die Stadt agiere parteiisch und informiere einseitig, moniert Meier. Zwar hatte Oberbürgermeister Ulrich Mädge dem Verein nachträglich noch einen Platz auf dem Podium und mehr Redezeit auf der Infoveranstaltung eingeräumt, den LVL konnte das aber nicht mehr umstimmen.

Genehmigung dauerte Corona-bedingt länger

Verärgert zeigt Meier sich auch darüber, dass die Stadt fünf Wochen gebraucht habe, um eine bei ihr eingegebene Anzeige des LVL zur Aufstellung von Plakaten zum Bürgerentscheid abzulehnen. Zur Begründung habe die Stadt erklärt, dass dies nur durch die Antragsteller des Bürgerentscheids, nicht aber durch den Verein erfolgen dürfe. „Wir haben das noch am selben Tag neu angezeigt, aber noch immer keine Antwort aus dem Rathaus erhalten“, sagte Meier gestern. Erst am Donnerstag ging die Genehmigung der Stadt ein. „Die Genehmigung hat Corona-bedingt länger gedauert als üblich, es ging leider nicht schneller“, erklärte Stadtpressesprecherin Suzanne Moenck.

Wie die Stadt mitteilte, hatten sich 60 Personen für die Veranstaltung in der Sporthalle Schlieffenkaserne in der Lübecker Straße im Hanseviertel angemeldet. Sie finde wie geplant statt. Anmeldungen sind noch möglich unter buergerentscheid@stadt.lueneburg.de.

An der Online-Veranstaltung der LZ am 9. Juni werde der Verein teilnehmen, kündigte Meier an. Neben ihm und Axel Rokol als Antragsteller des Bürgerentscheids werden Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Ulrich Blanck (Grüne) als Sprecher der größten Gruppe im Rat der Stadt vertreten sein. us