Samstag , 26. September 2020

Bericht: Karstadt Kaufhof muss knapp die Hälfte seiner Standorte schließen

Erneut ziehen dunkle Wolken über Galeria Karstadt Kaufhof auf: Ein Sanierungskonzept sieht offenbar drastische Einschnitte vor, bis zu 80 Filialen droht die Schließung. Demnach sind Tausende Jobs in Gefahr.  Ob und inwiefern die Karstadt-Filiale in Lüneburg davon betroffen wäre, ist nicht bekannt.

Die Talfahrt für Karstadt Kaufhof geht weiter: Laut “Wirtschaftswoche” muss das Unternehmen womöglich einen nicht unbeträchtlichen Anteil seiner Standorte schließen. Dem Bericht zufolge seien 80 von insgesamt 175 Standorten und damit bis zu 5000 Arbeitsplätze bedroht.

Die Zahlen sollen aus einem Sanierungskonzept hervorgehen, das offenbar dem Gesamtbetriebsrat des Konzerns am Freitagnachmittag vorgelegt wurde, heißt es in dem Bericht. Und weiter: Die Zahl der Schließungen könne sich womöglich noch reduzieren, wenn Vermieter und weitere Beteiligte Zugeständnisse machten.

Galeria-Betriebsrat: “Generalangriff auf Beschäftigte”

Der Betriebsrat spricht in einer Pressemitteilung außerdem von “äußerst gravierenden Einschnitten”, die geplant seien. Weiter heißt es da: “Die im Entwurf des Sanierungsplans vorgesehenen Maßnahmen sind an Grausamkeiten kaum zu überbieten und ein Generalangriff auf alle Beschäftigten.” Noch müsse der Sanierungsplan allerdings abgestimmt und genehmigt werden.

Der Chef der Lüneburger Karstadt-Filiale, Eberhard Wedler, wollte sich zu diesem Thema gegenüber der LZ nicht äußern. Auch nicht, inwiefern die Lüneburger Filiale davon betroffen sein würde.

RND/lz