Dienstag , 22. September 2020
Florian Lorenzen verlässt Lüneburg, wechselt zu einer Hamburger Agentur. Foto: privat

Stadtmarketing wartet noch ab

Lüneburg. Das Personalkarussell bei der Lüneburger Marketing Gesellschaft (LMG) dreht sich wieder einmal. Veranstaltungsmanager Florian Lorenzen verlässt das Haus an der Wallstraße, er wechselt zu einer Hamburger Agentur. „Das ist schade, aber verständlich, er hat gute Arbeit geleistet“, sagt LMG-Chef Lars Werkmeister: „Es ist ein Karrieresprung.“

Für die LMG ist der Abschied aktuell überschaubar dramatisch, die Stelle müsse nicht sofort besetzt werden: „Um welche Veranstaltungen zu organisieren?“ Für die kommenden Wochen und Monate wurde vieles gestrichen, auch das Stadtfest. Wann ein halbwegs normales Leben wieder möglich ist, steht sozusagen noch in den Corona-Sternen.

Die finanzielle Lage der LMG ist angespannt, auch ihr brechen Einnahmen weg wie beispielsweise Provisionen im Bereich Tourismus. Wenn keine Zimmer gebucht werden können, werden auch keine Vermittlungsgebühren fällig. Insofern entlastet die Kündigung Lorenzens den Etat. „Betriebswirtschaftlich betrachtet, wäre es nicht klug, jetzt jemanden einzustellen“, sagt Werkmeister.

„Kommt zurück in die Stadt“

Der Rat der Stadt hat beschlossen, den Etat der Marketing um zusätzliche 100.000 Euro für dieses Jahr aufzustocken, um die Wiederbelebung von Handel und Gastronomie zu unterstützen. Das möchte Werkmeister unter anderem mit einer lokalen Werbekampagne begleiten. Motto: „Kommt zurück in die Stadt.“ Damit solle der „Solidaritätsgedanke“ der Region gestärkt werden. Einheimische kaufen in Geschäften vor Ort, besuchen hiesige Restaurants – das komme allen zugute.

Nachgedacht werde auch über ein Bonus-System, das Handel und Gastronomie verbinden solle, berichtet Werkmeister. Er gibt aber zu bedenken: „Da müssen noch rechtliche Fragen geklärt werden.“ ca