Mittwoch , 30. September 2020
Untersucht wurden unter anderem Gebühren für Trinkwasser, Schmutzwasser und Abfall sowie Grundsteuern und Straßenreinigungsgebühren in 25 Städten. (Foto: A/be)

Steuerzahler-Bund: Wohnnebenkosten in Lüneburg sehr niedrig

Lüneburg. Ob Mieten, Grundstücke oder Häuser – wenn es um Immobilien geht, liegt Lüneburg meistens an der Spitze. Teurer ist es nur in wenigen niedersächsischen Städten. Doch einen Trost gibt es für Mieter und Co.: Die Wohnnebenkosten sind in Lüneburg sehr niedrig. Nur die Bürger in Lingen müssen noch weniger bezahlen. Das ist das Ergebnis einer Berechnung des Bundes der Steuerzahler (BdSt).

Untersucht wurden unter anderem Gebühren für Trinkwasser, Schmutzwasser und Abfall sowie Grundsteuern und Straßenreinigungsgebühren in 25 Städten. In Lingen belaufen sich die Wohnnebenkosten auf insgesamt 953 Euro pro Jahr. Lüneburg landet auf Rang 2 mit 972 Euro. Das ist verglichen mit anderen Städten ein sehr günstiger Wert, die durchschnittliche Belastung in den Städten liegt bei 1192 Euro. Am tiefsten müssen die Bewohner in Peine in die Tasche greifen: 1411 Euro sind hier fällig – und damit fast 50 Prozent mehr als in Lüneburg.

Sehr teuer ist es auch in Celle (1389 Euro), Braunschweig (1351) und Hannover (1340 Euro).

Celle fällt in dem Vergleich durch extrem hohe Abfallgebühren auf. Für die Müllentsorgung zahlt jeder Haushalt hier mit 459 Euro fast das 3,6-fache dessen, was er etwa in Wolfsburg (128 Euro) zahlen müsste. Der Bund der Steuerzahler fordert die Kommunen dazu auf, die Kosten ihrer kommunalen Leistungen kritisch zu hinterfragen und in Schach zu halten. Sie sind ein wesentlicher Kostentreiber der stetig steigenden Wohnkosten, die die Bürger zunehmend belasten.

Bei seinem Ranking hat der BdSt die Belastung der Wohnnebenkosten für einen Drei-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus in städtischer Randlage (zweigeschossig; mit 120 qm Wohn- und 300 qm Grundstücksfläche) ermittelt. wko