Sonntag , 20. September 2020
Beamte der Bundes- und Landespolizei durchsuchen aktuell mehr als ein halbes Dutzend Häuser und Wohnungen in Lüneburg, aber auch in anderen Landkreisen. Foto: Carlo Eggeling

Großeinsatz der Polizei

Lüneburg. Die Polizei kam morgens um sechs: Beamte der Bundes- und Landespolizei durchsuchen aktuell mehr als ein halbes Dutzend Häuser und Wohnungen in Lüneburg, aber auch in anderen Landkreisen. Die Beschuldigten sollen in den vergangenen Monaten Fahrkarten- und Parkscheinautomaten aufgesprengt haben.

Im Einsatz waren auch Spezialkräfte. Im Stadtteil Schützenplatz übergaben die Beamten einen der Verdächtigen an Kollegen, die ihn mit einem „Zellenwagen“ zu Wache Auf der Hude brachten. Dort stehen weitere Einsatzfahrzeuge des Kommandos.

Apparate mit Gas aufgesprengt

Laut Polizeisprecher Kai Richter haben Lüneburger und Kräfte der Bundespolizei in einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe zusammengearbeitet und nun zugeschlagen. Ähnliche Ermittlungsgruppen hatte es bereits in der Vergangenheit gegeben. Das Phänomen der Automatenaufbrüche auf Bahnhöfen beschäftigte die Behörden seit Jahren. Oftmals werden die teuren Apparate mit Gas aufgesprengt und dabei zerstört, der Schaden geht in die Tausende.

Drei dringend tatverdächtige 28, 32 und 41 Jahre Männer aus der Region Lüneburg wurden im Rahmen der Maßnahmen aufgrund ausgestellter Haftbefehle verhaftet. Sie werden zeitnah dem Haftrichter vorgeführt. Für drei weitere Beschuldigte lagen keine Haftgründe vor, so dass von einer Haftbefehlsbeantragung abgesehen wurde.

Die Ermittlungsgruppe rechnet ihnen auch den spektakulären Einbruch im April in den Baumarkt, Auf den Blöcken in Lüneburg, zu, bei dem die Täter mit einem Fahrzeug durch den Baumarkt fuhren und Sachschaden von mehr als 50.000 Euro verursachten.

Von Carlo Eggeling