Lutz Stoffregen bereitet sich auf die Öffnung der Krone an der Heiligengeiststraße vor. Die Lokale dürfen von Moontag an wieder öffnen, Stoffregen macht das erst am Dienstag. Foto: Tamme

Eingeschränkte Gastlichkeit

Lüneburg. Das Mälzer an der Heiligengeiststraße leidet an Auszehrung: 130 Stühle haben Wirt Holger Klemz und seine Mitarbeiter aus dem Brauhaus rausgeräumt. Sonst würden sie den Abstand von Gast zu Gast gar nicht einhalten können. Corona führt die Welt von Gastlichkeit und fröhlichem Zusammensitzen in die Distanz: Die Verordnung des Landes fordert zwei Meter Abstand zwischen den Tischen, maximal 50 Prozent der Fläche darf bewirtschaftet werden.

Für die Wirte eine Rechnerei und ein Geschiebe. Vor allem wissen sie nicht einmal, ob sich der Aufwand am Ende wirtschaftlich lohnt: Denn die Hälfte der Fläche bedeutet ja nicht die Hälfte der Kosten. Lutz Stoffregen, Chef in der Krone, sagt: "Betriebswirtschaftlich ist das alles kaum darstellbar." Miete, Strom und Co werden zu 100 Prozent fällig. Trotzdem ist er wie seine Kollegen froh, nach reichlich eineinhalb Monaten die Türen wieder öffnen zu dürfen. Allerdings macht er das nicht am Montag, sondern erst am Dienstag: "Durch die Unklarheiten, mussten wir vieles organisieren."

Und das gibt das Land vor:

Als besondere Regeln für die Gastronomie sind darüber hinaus zu beachten:

  • Es dürfen nur max. 50 % der vor der Corona bedingten Schließung vorhandenen Sitzplatzkapazitäten im Betrieb gleichzeitig belegt werden.
  • Im Gastraum sind Tische in einem Mindestabstand von 2 m anzuordnen.
  • Die Gäste sind angehalten, im Vorhinein zu reservieren.
  • Als Kontaktdaten für eine Nachverfolgbarkeit müssen Gäste ihren Namen und eine Telefonnummer hinterlassen.
  • Mund-Nasen-Schutz ist für das Servicepersonal verpflichtend, nicht allerdings für die Gäste am Tisch.
  • Es wird ausschließlich am Tisch serviert. In Selbstbedienung können nur fertig konfektionierte Tellergerichte ausgegeben werden. Betreiber und Kunden sind verpflichtet, darauf zu achten, dass jederzeit ein Abstand von 1,50 Metern zwischen Kunden, für die die aktuellen Kontaktbeschränkungen gelten, eingehalten wird.
  • Buffets sind nicht erlaubt.
  • Keine Gegenstände zur gemeinsamen Nutzung auf den Tischen (keine Speisekarten, Gewürzständer, Flyer etc.).
  • Die Aufteilung im Gastraum ist so vorzunehmen, dass Gäste nicht in Kontakt mit vorgehaltenen Speisen kommen können (zum Beispiel keine Salatinseln in Steakrestaurants, generell keine offenen Küchen).
  • Die Gäste sind über den betrieblichen Infektionsschutz und das angewendete Hygienekonzept per Aushang zu informieren.

Mehr dazu lesen Sie am Montag in der LZ.

Von Carlo Eggeling