Dienstag , 29. September 2020
Zwei Kinder, die vor kurzem aus griechischen Flüchtlingslagern nach Deutschland geholt wurden. bekommen in Lüneburg ein neues Zuhause. Foto: A/t&w

Stadt erwartet Geschwisterpaar

Lüneburg. Zwölf der 47 Kinder und Jugendlichen, die kürzlich aus den griechischen Flüchtlingslagern nach Deutschland geholt wurden, bekommen in Niedersachsen ein neues Zuhause. Das teilte das Sozialministerium in Hannover am Donnerstag mit. Zwei von ihnen kommen nach Lüneburg.

„Ich freue mich, dass die Bereitschaft und Solidarität bei uns sehr groß sind und hoffe, dass die Kinder nach ihren schrecklichen Erlebnissen jetzt endlich zur Ruhe kommen und sich schnell einleben“, sagt Sozialministerin Carola Reimann (SPD).

Kinder zurzeit noch unter Quarantäne in Osnabrück

Im Rathaus ging man davon aus, dass ein Geschwisterpaar an der Ilmenau aufgenommen wird. Sprecher Sebastian Koepke-Millon erklärte: „Die beiden sind derzeit noch in Osnabrück unter Quarantäne gestellt. Wir erwarten den entsprechenden Bescheid der Landesverteilstelle sowie weitere Informationen in der kommenden Woche. Dann können wir genauer einschätzen, welche Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe für die Erfordernisse der beiden Jugendlichen am ehesten geeignet ist. Vor allem möchten wir den beiden jetzt nach den Strapazen der letzten Wochen und Monate eine dauerhafte Unterbringung ermöglichen, damit sie zur Ruhe kommen können.“ Mit den infrage kommenden Einrichtungen stimme die Verwaltung sich gerade ab.

„Wir möchten den beiden nach den Strapazen der letzten Wochen und Monate eine dauerhafte Unterbringung ermöglichen.“ – Stadtpressesprecher Sebastian Koepke-Millon

Wie berichtet, hatten sich mehrere europäische Staaten bereit erklärt, auf die dramatische Lage in den überfüllten Flüchtlingslagern in der Ägäis zu reagieren und 1500 Kinder und Jugendliche aufzunehmen. Dort leben Zehntausende Menschen unter schlechten hygienischen und medizinischen Verhältnissen. Hilfsorganisation kritisieren, dass Vorgehen als vollkommen unzureichend. ca