Donnerstag , 24. September 2020
Die Elbbrücke bei Lauenburg muss immer wieder saniert werden. Foto: t&w

Grünen kritisieren CDU im Fall der Elbbrücke

Lüneburg/Neu Darchau. Auf heftige Kritik in den Reihen der Grünen stoßen die jüngsten Äußerungen des Lüneburger CDU-Kreisverbandsvorsitzenden, Felix Petersen, zur geplanten neuerlichen Bürgerbefragung in Sachen Elbbrücke in Neu Darchau. „Die Äußerungen des CDU-Kreisvorsitzenden gegenüber dem Bürgermeister Peter Dehde aus Neu Darchau sind anmaßend und unerträglich“, urteilt der Grünen-Landtagsabgeordnete Detlev Schulz-Hendel aus Amelinghausen.

Wenn der Bürgermeister der Gemeinde Darchau aufgrund der neuen Brückenplanungen eine Befragung der Bürger in seiner besonders betroffenen Gemeinde durchführen möchte, sei dies ehrenwert und zu begrüßen. „Einem Bürgermeister schon im Vorfeld einer Befragung zu unterstellen, er würde nur Behauptungen verbreiten, ist wenig zielführend und macht deutlich, dass dieses wirtschaftlich sowie klimapolitisch fragwürdige Projekt auf Biegen und Brechen durchgeboxt werden soll“, erklärte Schulz-Hendel in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der LZ.

„Wirtschaftlich sowie klimapolitisch fragwürdiges Projekt“

Kritik des CDU-Kreisvorsitzenden hätte er sich dagegen in Richtung des Lüneburger Landrats Jens Böther und des CDU-Ministers Bernd Althusmann gewünscht. Die beiden hätten in Landtagshinterzimmern nur mit ausgewählten Landtagsabgeordneten über die Situation zur geplanten Elbbrücke gesprochen. „Grüne Landtagsabgeordnete aus der Region wurden vermutlich aufgrund der kritischen Haltung zur Elbbrücke erst gar nicht eingeladen“, moniert Schulz-Hendel.

Zuvor hatte Petersen mit Blick auf die geplante Bürgerbefragung gefordert, dass der Bürgermeister von Neu Darchau , Klaus-Peter Dehde, „entsprechend seines Amtes umfassend und neutral informiert und nicht nur Behauptungen verbreitet, die zu seiner Meinung passen“. Dehde ist ein erklärter Gegner des Brückenneubaus. lz

Die Forderungen des CDU-Kreisvorstandes lesen Sie hier.