Samstag , 24. Oktober 2020
Ihre diamantene Hochzeit haben jetzt Elli und Heinz Hermann Hoek aus Südergellersen gefeiert. Foto: t&w

„Alles, was wir gemeinsam geschaffen haben“

Südergellersen. Heinz Hermann Hoek und Elli Göken kannten sich schon als Kinder aus der Nachbarschaft. Sie waren zusammen im Turn- und Sportverein. Elli war beim Handball aktiv und Heinz Hermann spielte die Querflöte im Spielmannszug. Als sie älter wurden, fasste Heinz Hermann sich ein Herz und lud Elli ins Kino ein. Von da ab verabredeten sie sich regelmäßig sonntags zum Tanztee im Mönchsgarten in Lüneburg.

Heinz Hermann war als angestellter Maurer fleißig und Elli arbeitete in einer Wäscherei. Am 25. Mai 1958 verlobten sie sich. Bevor es zum Einzug in ihr eigenes Reich, Vor dem neuen Tore 12 a kam, mussten sie ihren Eltern versprechen, einander zu heiraten.

Unbeschwerte, glückliche Jahre in den eigenen vier Wänden

Und das taten sie: Am 30. April 1960 gab sich das Paar in der St. Michaeliskirche in Lüneburg das Ja-Wort. Es folgten unbeschwerte, glückliche Jahre in den eigenen vier Wänden. 1964 kam Sohn Thomas und 1965 Tochter Kirsten zur Welt. Den großen Wunsch, ein Haus zu bauen, erfüllte sich die Familie 1969 in Südergellersen.

Dort verbrachte die kleine Familie schöne, aber auch anstrengende Jahre. Zusammenhalt war gefragt und jede Entscheidung wurde gemeinsam getroffen. 1971 hat Heinz Hermann seine Meisterprüfung als Maurermeister und 1972 als Fliesen-, Platten- und Mosaikleger abgelegt. 1973 gründeten Hoeks dann das Bau- und Fliesen-Gewerbe Hoek. Auszuführende Arbeiten sind Bauplanungen, Bauzeichnungen, sowie Maurer- und Fliesenarbeiten.

Elli kümmerte sich um das Wohl der Familie

Die Firma war ein Glücksfall für die kleine Familie. Alleine konnte Heinz Hermann die vielen Arbeiten nicht schaffen, und er stellte neben einigen Gesellen auch Bruder Willie Hoek als Fliesenleger ein. Elli kümmerte sich um das Wohl der Familie.

1974 erwarb die Firma Hoek das gegenüberliegende Grundstück, um dort den Firmensitz zu erweitern. Familie und Firma passten nun unter ein Dach. Sohn Thomas hat seine Ausbildung als Fliesenleger im eigenen Betrieb mit Auszeichnung abgeschlossen. 1990 wurde der Firmenname geändert in: „Hoek und Sohn GmbH“. Nun betrieben Vater und Sohn die Firma gemeinsam, bevor Thomas sie 2001 endgültig übernahm.

Grundstück am Reihersee als Wochenend-Domizil

Elli und Heinz Hermann nutzten den Abschied von der Firma, um endlich mal zu reisen. Zumeist mit Cousin Werner Hoek und seiner Frau Heike unternahmen sie Autotouren nach Italien, Österreich, in die Niederlande, Bustouren nach Norwegen, Flugreisen und Kreuzfahrten nach Australien, Asien, Amerika.

Als sich in den 1990er-Jahren die Enkelkinder Lukas, Erik, Johanna und Anna Marie ankündigten, legten sich Elli und Heinz Hermann ein Grundstück am Reihersee zu, schufen ein Wochenend-Domizil. Dort verlebten sie viel Zeit mit den Enkelkindern und feierten mit Freunden.

Außerdem hat es den beiden die Allgemeine Schützengesellschaft Lüneburg angetan. 2001 ist Heinz Hermann zum Schützenkönig gekürt worden. Danach gefragt, was sie glücklich macht und zusammenhält, antwortet das Paar: „Alles, was wir geschaffen haben, haben wir gemeinsam besprochen.“

Von Kirsten Hoek