Donnerstag , 1. Oktober 2020
Kommt ein Crosstrainer geflogen... Im Adendorfer Alcedo werden Sportgeräte in die Tennishalle geräumt, um entsprechenden Abstand gewährleisten zu können. Foto: t&w

Wann dürfen die Fitnessstudios wieder öffnen?

Lüneburg/Adendorf. Während die Friseure ab 4. Mai wieder arbeiten dürfen und Niedersachsens Wirtschaftsminister den Kneipiers wenigstens schon mal die Erlaubnis einer Außengastronomie in Aussicht stellt, wissen die Betreiber von Sporteinrichtungen noch gar nicht, wann es zumindest unter Auflagen wieder losgehen kann. „Wir hängen komplett in der Luft, weil es bislang einfach keine Signale gibt“, sagt Karsten Pasemann, der die Studios Olympic in Lüneburg und Adendorf führt. Er hofft in absehbarer Zeit zumindest auf einen Fahrplan, „damit man sich entsprechend vorbereiten kann“.

Allerorts wird schon überlegt, wie man die Hygienebedingungen erfüllen kann, die im Falle einer Öffnung wohl auf alle Fitnessstudios zukämen. Udo Niesten-Dietrich, der das Alcedo in Adendorf betreibt, hat schon einen entsprechenden Hygieneplan beim Landkreis eingereicht. Gestern ließ er Fitnessgeräte aus dem ersten Stock in die Tennishalle bringen, dadurch sind die Abstände gewahrt. Und das Kursprogramm könnte zum Teil unter freiem Himmel stattfinden, schlägt er angesichts des großen Outdoor-Bereichs vor.

Fitnessgeräte in die Tennishalle ausgelagert 

Und überhaupt: Zu nahe kommen müsse sich im Alcedo niemand. „Wir haben je 120 Spinde in den Herren- und Damen-Umkleiden, wenn wir da nur jeden dritten belegen, ist der Abstand gewahrt“. Er kennt natürlich auch die Szenarien, dass womöglich in der ersten Phase Saunen und Umkleiden gesperrt bleiben müssten. „Für kleinere Studios ist das sicher sinnvoll, bei uns wäre das nicht erforderlich.“

Auch Karten Pasemann hat sich so seine Gedanken gemacht, wie er auf eine Begrenzung von Besucherzahlen reagieren soll. Denn in den Olympic-Studios herrscht gerade in den frühen Abendstunden großer Andrang. Man könne über eine Ausweitung der Öffnungszeiten bis hin zu einem 24-Stunden-Betrieb nachdenken, sagter. Auch virtuelle Kurse über den ganzen Tag verteilt seien eine Möglichkeit.

Von Thomas Mitzlaff