Montag , 28. September 2020
Stadtförster Per-Ole Wittenburg führt die Gruppe „Treiber“ durch das Gebiet rund um Volgershall, aus dem die Wildschweine vertrieben worden sind. Foto: Stadt Lüneburg

Wildschweine erfolgreich vertrieben

Lüneburg. Mit Warnwesten und Beinschutz bekleidet kämpfte sich die Gruppe „Treiber“ durch das Dornengestrüpp in Volgershall. Mit lauten Warnrufen bewegten sich die „Jäger“ vom Biotop östlich der Bebauung in Richtung Kalkbruchsee, um mögliche dort versteckte Wildschweine aufzuscheuchen und auf einem Korridor aus dem Stadtgebiet hinaus in die freie Landschaft zu treiben. „Die Aktion war ein voller Erfolg“, bilanziert am nächsten Tag Stadtförster Per-Ole Wittenburg, der die aufwändige Aktion in Zusammenarbeit mit der Polizei und der AGL in den Abendstunden des 16. April umgesetzt hat. Zum Schutz von Anwohnern waren diese vorab informiert und gebeten worden, ihr Haus in der Zeit der Vergrämungsaktion nicht zu verlassen.

„Wie von uns erwartet sind wir an der Bebauung, angrenzend an das Seegelände, auf eine große Rotte Wildschweine gestoßen und konnten diese durch Rufe und den Einsatz von Pyrotechnik erfolgreich vertreiben“, so Wittenburg. Die Kunst dabei sei es gewesen, die Tiere nicht in Panik zu versetzen, und dadurch wild in alle Richtungen laufen zu lassen. „Wir wollten den geordneten Rückzug in die Außenbereiche erreichen und das hat geklappt“, so der Stadtförster.

Instandsetzung des Zaunes

Ob und wann möglicherweise wieder Wildschweine in diesem Stadtteil auftauchen, vermag der Stadtförster und Jäger nicht zu beurteilen. „Da es unterschiedliche Rotten rund um das Gebiet gibt, ist ein Auftauchen der Tiere immer wieder einmal möglich.“ Mit der nun anstehenden Instandsetzung des Zaunes zwischen Seegelände und der Bebauung sollte aber zumindest für Volgershall Ruhe einkehren.

Langfristig plant die Hansestadt außerdem, überall dort, wo sich Schweine regelmäßig aufhalten, die Landschaft umzugestalten, um sie weniger attraktiv für die Tiere zu machen. So sollen etwa auf den Ausgleichsflächen in Volgershall, aber auch in Jüttkenmoor im Herbst Brombeerbüsche und andere gute Wildschwein-Verstecke zurückgeschnitten werden. Zusätzlich sollen bei Bedarf noch Bäume gepflanzt werden. lz

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