Freitag , 18. September 2020
Das Klinikum möchte zunächst die Bewertung der Landesbehörden abwarten, heißt es auf Nachfrage. Foto: t&w

Weniger Patienten in der Notaufnahme

Lüneburg. Arztbesuche sollen in der Corona-Krise auf das wirklich notwendige Maß beschränkt, Vorsorgeuntersuchungen und Operationen wenn möglich aufgeschoben werden – so hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Mitte März an die Bürger appelliert. Und die Aufforderung scheint Wirkung zu zeigen: „Die Wartezimmer in den Arztpraxen und auch die Notaufnahme im Lüneburger Klinikum sind in diesen Tagen deutlich leerer als sonst“, heißt es von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Lüneburg.

Ob Patienten mit kleineren „Wehwehchen“ aus Angst vor Ansteckung mit Covid 19 oder tatsächlich aus Einsicht lieber Zuhause bleiben, darüber liegen Lüneburgs KV-Geschäftsführer Oliver Christoffers keine verlässlichen Angaben vor. Zumindest aber gebe es de facto keine Engpässe in der ärztlichen Versorgung, selbst wenn mal eine Praxis wegen einer Corona-Infektion des Personals vorübergehend schließen müsse, so Christoffers.

Derweil zählte das städtische Klinikum in den vergangenen anderthalb Monaten genau 5251 Patienten in der Notaufnahme, das sind rund 25 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. „Der Rückgang ist in fast allen medizinischen Bereichen zu beobachten“, erklärt Angela Wilhelm, Sprecherin der Lüneburger Gesundheitsholding. Das erkläre sich zum einen durch einen Rückgang von Schul- und Arbeitsunfällen, aber sicher auch mit der Sorge, sich in der Notfallambulanz anzustecken. Diese Befürchtung sei aber unbegründet.

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Von Thomas Mitzlaff