Dieses Archivbild zeigt das rege Treiben in der Bäckerstraße. Foto: A/t&w

„Es ist ein Blick in die Glaskugel“

Lüneburg. Ein kleines Stück Normalität kehrt zurück in Lüneburgs Innenstadt: Ab Montag dürfen die Geschäfte wieder öffnen, wenn auch unter Einschränkungen. Eine besondere logistische Herausforderung ist dabei für die Kaufhäuser die Beschränkung auf 800 Quadratmeter Verkaufsfläche. So will Karstadt im Erdgeschoss einen abgegrenzten Bereich für die Kunden öffnen, dorthin sollen dann gewünschte Waren aus anderen Stockwerken gebracht und übergeben werden.

Auch ab Montag für die Kunden wieder da sein wollen Claudia und Cornelius Schnabel. Die Mitarbeiterinnen haben bereits Atemschutzmasken genäht, ein knallrotes Kordelband ist für die Wartenden aufgestellt. Doch es gibt viele Fragen: Wie kann man die Vorgabe einhalten, dass höchstens zehn Personen vor dem Schuhgeschäft auf Einlass warten? Wie genau sehen die Hygienevorschriften aus? Wie bekommt man einen Abstand von zwei Metern zwischen Kunden und Verkäuferinnen gerade in einem Schuhgeschäft hin?

Kundenfrequenz zu niedrig

Anderen Lüneburger Unternehmern ist eine Öffnung mit zu vielen Unwägbarkeiten verbunden. So wird Roy Robson seine Filiale am Marktplatz vorerst nicht öffnen. "Zum einen wird die Kundenfrequenz zu niedrig und zum anderen der Aufwand zu groß sein", sagt Geschäftsführerin Leonie Westermann.

Letztlich aber, da sind sich alle einig, ist noch überhaupt nicht einschätzbar, was sich ab Montag in der Lüneburger Innenstadt abspielen wird. Ob die Kunden es akzeptieren werden, auf den Einlass in ein Geschäft zu warten. Oder ob sie einfach wegbleiben. "Es ist ein Blick in die Glaskugel", sagt Schuhaus-Inhaber Cornelius Schnabel.

Mehr dazu lesen Sie am Freitag in der LZ.

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