Sonntag , 25. Oktober 2020
Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg. Foto: A/rg

Keine Ermittlungen gegen Pfleger

Dannenberg. Im Falle des am Coronavirus erkrankten Pflegers in einem Dannenberger Krankenhaus sieht die Staatsanwaltschaft keinen Anfangsverdacht für eine Straftat. „Nach derzeitigem Erkenntnisstand sehen wir keine zureichenden Anhaltspunkte für vorsätzliches Verhalten“, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde in Lüneburg.

Der 34 Jahre alte Krankenpfleger hatte nach derzeitiger Erkenntnis Kontakt zu 15 Kollegen, wie eine Sprecherin des Kreises Lüchow-Dannenberg mitteilte. Von ihnen seien 13 in häuslicher Quarantäne. Zudem soll der Mann Kontakte zu 23 Patienten gehabt haben. Testergebnisse lagen noch nicht vor.

Der Erkrankte bestritt nach Angaben der Sprecherin, seinem Arbeitgeber Krankheitssymptome verschwiegen zu haben. „Der Pfleger legt Wert auf die Feststellung, dass er sich nicht falsch verhalten habe.“ Er habe nicht daran gedacht, dass er an Covid-19 erkrankt sein könnte. Der Mann habe argumentiert: Er sei allergisch gegen Birkenpollen und habe sich eine entsprechende Hypersensibilisierungsspritze geben lassen. Das könne zu Reaktionen wie einem leichten Anstieg der Temperatur führen. Der Pfleger war in der Klinik als Leiharbeitskraft eingesetzt. rnd/lz

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Klinik-Pfleger verschweigt Corona-Symptome

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