Dienstag , 20. Oktober 2020
Joachim Komander ist wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Foto: A/be

Glücklich im Luxus der Quarantäne

Melbeck. Joachim Komander aus Melbeck, der aufgrund der Corona-Krise im peruanischen Cusco gestrandet war (LZ berichtete), ist wohlbehalten in der Heimat zurück , er schildert seine Eindrücke.

„Ich wurde am Mittwoch per E-Mail informiert, dass ich auf der Passagierliste für den Rückholflug am Donnerstag stehe. Sammelplatz war mitten in der Stadt um 6 Uhr. Dort erwarteten uns Angehörige der Botschaft und die Honorarkonsulin. Die Polizei achtete darauf, dass wir knapp 400 Touristen uns in einer Reihe mit Mindestabstand aufstellen. Dann wurden wir in Busse verfrachtet und zum Flughafen gefahren. Dort ging es nach und nach zum Einchecken.“

Mit zwei Airbussen 320 der chilenischen Fluggesellschaft LATAM ging es für die deutschen Urlauber zunächst nach Santiago de Chile, von wo die Sondermaschine zum Heimflug nach Frankfurt am Main startete. Komander: „Der verwaiste Flughafen Frankfurt, den ich völlig anders in Erinnerung habe, wirkte sehr gespenstisch auf mich. Von dort fuhr ich dann mit der Bahn, die für die Rückkehrer das Flugticket als Fahrkarte akzeptierten, zurück nach Lüneburg.“

Keine Langeweile angesichts des großen Nachholbedarfs

Joachim Komander und seine Mitreisenden erhielten noch im Flieger die Auflage, sich zu Hause für vierzehn Tage in Quarantäne zu begeben. Für den Melbecker, der in Cusco zwei Wochen lang in einem kleinen Appartement ohne Balkon der Dinge harren musste, ist das Luxus: „Die häusliche Quarantäne genieße ich gerade sehr. Das Wetter ist wunderbar, nach acht Wochen Abwesenheit habe ich in meinem Garten viel nachzuholen und noch wahnsinnig viele Bilder aus dem Urlaub zu sortieren, langweilen werde ich mich nicht.“

Nach viel Hin und Her habe letztlich alles gut geklappt mit der Rückreise, Komander war mit der Organisation und Betreuung vor Ort sehr zufrieden.

Sein Flug war einer von elf Rückholflügen der Bundesregierung in der vergangenen Woche aus Peru – zwei aus Arequipa, vier aus Cusco sowie je einer aus Iquitos, Lima, Piura, Tarapoto und Trujillo. An Bord waren zusammen mehr als 1700 Passagiere, in ihrer großen Mehrheit Deutsche und ihre Familienangehörigen, aber auch andere EU-Bürger.

Von Lea Schulze

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