Donnerstag , 24. September 2020
Die Polizei wird auch über Ostern die Gebote des Kontaktverbots in der Region kontrollieren - es drohen hohe Bußgelder und Strafen. (Foto: RND)

Polizei: „Keine Ausflüge zu Ostern!“

Lüneburg. Das Osterwochenende steht vor der Tür, und das gute Wetter könnte zu Ausflügen verleiten. Aber die Lüneburger Polizei warnt: „Verzichten Sie dieses Jahr auf diese Osterausflüge! Das Land hat durch seine Rechtsverordnung den Tagestourismus stark eingeschränkt.“ Zudem werde es auch in der Region Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen für einzelne Zielorte auch Verbote und Sperrungen geben. „Bitte lassen Sie auch zu Ostern alle Sorgfalt walten und bleiben Sie zu Hause!“, sagt Polizeisprecher Kai Richter. Die Polizei werde auch über Ostern in den Landkreises unterwegs sein und die Gebote der sozialen Distanz kontrollieren.

Insbesondere an der Elbe und in der Region Hitzacker werde es in den kommenden Tagen Kontrollen und Sperrungen geben, teilt die Polizei mit. Nachdem am vergangenen Wochenende insbesondere der Marktplatz und die Stadtinsel Hitzacker gut besucht wurden, planen etwa Samtgemeinde Elbtalaue und Landkreis Lüchow-Dannenberg für die kommenden Tage aktuell Beschränkungen.

Es drohen hohe Bußgelder

Nachdem im  Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern bereits seit Längerem strenge Kontrollen erfolgen, hatte es laut Polizei einen unerwarteten „Verdrängungseffekt“ gegeben. „Motorradgruppen, die sonst auf der anderen Elbseite unterwegs gewesen wären, haben am vergangenen Wochenende verstärkt die hiesige Elbuferstraße genutzt“, sagt Richter.  Die Polizei kündigte schon jetzt an entsprechende Sperrungen und auch das seit Jahren geltende Durchfahrtsverbot an Sonn- und Feiertagen der Elbuferstraße konsequent zu überwachen.

„Es ist noch zu früh Entwarnung zu geben, wir sind noch lange nicht über den Berg“, heißt es von den Beamten. Der Großteil der Bürger halte sich zwar an die geltenden Verordnungen, allerdings habe das letzte Wochenende mit dem guten Wetter gezeigt, dass die Kontaktbeschränkungen und Abstandregelungen nicht überall eingehalten wurden. „Verhalten Sie sich so, dass die Polizei nicht einschreiten muss!“, ist der Wunsch der Beamten in diesen Tagen.

Auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes können bei Ordnungswidrigkeiten Bußgelder von bis zu 25.000 Euro sowie im Falle von Straftaten Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahre drohen. Ein entsprechender Bußgeldkatalog für Niedersachsen tritt zeitnah in Kraft.

lz