Donnerstag , 24. September 2020
Sonnabendmittag gab es eine Aktion an der Reichenbach-Kreuzung. Unter anderem wurde ein Banner zwischen Bäumen vor der Polizei gespannt. Foto: ca

Welche Solidarität ist richtig?

Lüneburg. Rund 20 junge Leute hatten sich am Sonnabend an der Reichenbach-Kreuzung versammelt. Sie wollten auf die Situation in den Lagern auf den Inseln und an der türkisch-griechischen Grenze aufmerksam machen. Dazu wollten die Aktivisten Transparente in die Bäume spannen, die Polizei schritt ein, so dass es nur in einem Fall gelang. Vor Ort erklärte Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer kurz zusammengefasst, es habe Kontakt zu Stadt und Polizei gegeben. Ergebnis: Die Demonstranten dürfen an verschiedenen Stellen ihre Banner hochhalten und Reden halten, aber eben nicht auf die Bäume steigen.

Neben der Solidarität mit den Flüchtlingen etwa auf Lesbos müsse man auch die Solidarität der heimischen Bevölkerung im Blick haben. Die halte sich an Abstandsregeln und Einschränkungen, da passe so eine Form der Demo nicht in die Zeit. Die Aktivisten erklärten, ihnen stünden die Anliegen der Seebrücke nahe. Die hatte bekanntlich zweimal im Rat gefordert, dass Lüneburg über das eigentliche Kontingent hinaus Flüchtlinge aufnimmt. Entsprechende politische Anträge fanden aber keine Mehrheit im Stadtrat. ca