Montag , 26. Oktober 2020
Im Kurpark spazieren oder laufen zu gehen, ist weiterhin erlaubt. Allerdings müssen Personen, die nicht zu einem Haushalt gehören, dabei mindestens 1,5 Meter Abstand zueinander einhalten. Foto: A/t&w

Was ist eigentlich noch erlaubt und was verboten?

Lüneburg/Hannover. Gerade ist der Landkreis Lüneburg der Weisung der Landesregierung gefolgt und hat die Öffnungszeiten der Gastronomien eingeschränkt, da wurde bereits in Hannover entschieden, Speisegaststätten komplett für den Publikumsverkehr zu schließen. Es ist schwer, den Überblick zu behalten. Was ist eigentlich noch erlaubt? Und was verboten?

Am 22. März haben die Regierungschefinnen und -chefs der Länder gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel den folgenden Beschluss gefasst: „Die rasante Verbreitung des Coronavirus in den vergangenen Tagen in Deutschland ist besorgniserregend. Wir müssen alles dafür tun, um einen unkontrollierten Anstieg der Fallzahlen zu verhindern und unser Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten. Dafür ist die Reduzierung von Kontakten entscheidend.“ Bund und Länder haben sich auf eine Erweiterung der am 12. März beschlossenen Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte verständigt.

In diesem Artikel schlüsseln wir einmal auf, was die Allgemeinverfügung beinhaltet:

  • Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören, sind auch ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
  • Kontakte außerhalb der eigenen Wohnung sind nur erlaubt, wenn in der Öffentlichkeit ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten wird.
  • Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum sind auf höchstens zwei Personen beschränkt. Ausgenommen von dieser Beschränkung sind Angehörige sowie Personen, die in einer gemeinsamen Wohnung leben.

 

Weiterhin zulässig sind:

  • körperliche und sportliche Betätigung im Freien
  • Ausübung beruflicher Tätigkeiten
  • Arztbesuche, medizinische Behandlungen, Blutspenden
  • Besuch von Apotheken, Sanitätshäusern, Optikern, Hörgeräteakustikerin, Drogerien
  • Versorgung mit Lebensmitteln, Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs: Lebensmittelhandel, Wochenmärkte, Getränkemärkte, Abhol- und Lieferdienste, Großhandel, Tierbedarfshandel, Brief- und Versandhandel, Post, Banken, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Reinigungen, Zeitungsverkauf, Waschsalons
  • Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen
  • Betreuung & Versorgung hilfsbedürftiger Personen und Minderjähriger
  • Begleitung Sterbender und Teilnahme an Beerdigungen (jedoch nur im engsten Familienkreis)
  • Wahrnehmung einer seelsorgerischen Betreuung
  • Begleitung und Abholung von Kindern im Rahmen einer Notbetreuung
  • Besuch von Behörden, Gerichten
  • Versorgung, Betreuung oder Ausführung von Haustieren
  • Wahrnehmung der Aufgaben oder des Dienstes des Landtages oder der Landesregierung etc.

 

Was in der Berufswelt erlaubt oder verboten ist:

  • Presse-, Rundfunk- oder andere Medienvertreter dürfen sich zum Zweck der Berichterstattung noch im öffentlichen Raum aufhalten
  • Betreiber von Restaurationsbetrieben, die einen Außer-Haus-Verkauf anbieten, und Betreiber von Verkaufsstellen und Ladengeschäften sind verpflichtet, einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden sicherzustellen (eine Person auf 10 Quadratmetern)
  • Weil dieser Mindestabstand hier nicht eingehalten werden kann, wurden alle nicht dringend notwendigen Dienstleistungen folgender Betriebe untersagt: Frisöre, Tattoostudios, Nagelstudios, Kosmetikstudios, Fahrschulen.
  • Physiotherapie-Einrichtungen (bei laufenden Verordnungen dürfen Therapeuten entscheiden, ob eine weitere Behandlung notwendig ist).
  • notwendige Dienstleistungen erbringen Optiker und Hörgeräteakustiker
  • auf Wochenmärkten sind nur Lebensmittel-Verkaufsstände erlaubt (hier gilt ebenso der Mindestabstand)
  • Baumärkte und Gartenfachmärkte dürfen nicht mehr an Privatkunden verkaufen.
  • Zu beruflichen Zwecken sind Zusammenkünfte von mehreren Personen zulässig.