Dienstag , 29. September 2020
Insbesondere für Risikogruppen kann ein Nachbar, der den Einkauf übernimmt, eine große Hilfe sein. (Foto: A/be)

Lüneburger Hilfsangebote online anbieten und finden

Lüneburg. Ein positiver Nebeneffekt in den Zeiten der Coronakrise ist die wachsende Hilfsbereitschaft untereinander. Dutzende Hilfsangebote finden sich täglich auf den Seiten der Landeszeitung, davon inspiriert hat der Software-Entwickler Bernhard Fischer-Wasels aus Wittorf jetzt ein Portal programmiert, welches es den Nutzern einfach macht, Angebote aufzugeben und zu suchen. Auf der Seite www.coronahilfe.bfw-design.de können Menschen, die ihre Hilfe anbieten, ihr Angebot schnell in ein Online-Formular eingeben und jederzeit bearbeiten. Wer Hilfe sucht, erhält dort die Möglichkeit, Helfer zu kontaktieren.

Auch in den sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten sprießen gerade Gruppen für Nachbarschaftshilfe aus dem Lüneburger Boden, junge Menschen bieten denen aus der Risikogruppe Unterstützung in der Coronavirus-Krise an. Um diese zahlreichen Initiativen zu bündeln und für Hilfesuchende eine Anlaufstelle zu schaffen, hat der Student Felix Englisch (22), Mitbegründer von „Lebendiges Lüneburg“, eine eigene Website entwickelt.

Auf der Seite „Lüneburg solidarisch“ finden sich aktuell 14 Telegram-, WhatsApp- und Facebook-Gruppen aus den verschiedenen Stadtteilen, zuverlässige Quellen für Informationen und ein Aushang für das Treppenhaus in acht Sprachen. Der Nachrichtendienst Telegram werde aufgrund seiner Funktionen und des hohen Datenschutzes für die Gruppen derzeit bevorzugt, erklärt Englisch. „Dort gibt es keine begrenzte Teilnehmerzahl bei Gruppen, außerdem kann man dort auch Links anpinnen oder Abstimmungen starten.“
In allen Gruppen zusammen engagieren sich schon fast 1000 Menschen oder haben zumindest ihr Interesse bekundet, schätzt Englisch.

Die Website für Hilfsangebote in Lüneburg ist unter www.lebendiges-lueneburg.de/solidaritaet aufrufbar. lvc/row