Samstag , 24. Oktober 2020
Das Werkgelände der Firma Witte in Barskamp aus der Vogelperspektive. Foto: t&w

Neue Werkhalle bei Witte in Barskamp

Barskamp. Es sind gute Zeiten für den Spannmittelspezialisten Witte in Barskamp: Das Traditionsunternehmen hat auf die wachsende Nachfrage nach automatisierten Zuführ- und Transportsystemen reagiert und seine Montagekapazitäten massiv ausgebaut. Nun stellte Witte eine speziell auf die Elektromontage und Qualitätsprüfung ausgelegte Werkhalle in Dienst.

Auf Basis seiner Alu-Strukturplatten in Sandwichbauweise bietet Witte eine Vielzahl intelligenter Fahrerloser Transportsysteme (FTS) für vollautomatisch gesteuerte Beschickungsanlagen. Neben deutlich mehr Platz für die Fertigung bietet die neu eingerichtete Halle ein weitläufiges Testareal auch für ausgedehnte Schleifenfahrten und auslieferungsfertige Transportsysteme.

Geschäftsführer Jens Düffert ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis

Wie viel das Unternehmen investiert hat, will Mitgeschäftsführer Jens Düffert zwar nicht verraten, ist aber äußerst zufrieden mit dem Ergebnis: „Unser Parcours bildet 1:1 ab, was bei unseren Kunden auch funktionieren muss.“ Neue Arbeitsplätze gehen mit der Erweiterung indes vorerst nicht einher.

„Mit der Kapazitätsausweitung reagieren wir vor allem auf die international wachsende Nachfrage. Wir sehen die Erweiterung aber auch als strategische Entscheidung für einen künftig noch stärkeren Fokus auf die Automatisierung“, begründet Düffert die Investition.

Witte möchte Fokus noch stärker auf Automatisierung legen

Investiert wird bei Witte aktuell auch in anderen Bereichen, zum Beispiel beim Ausbau des Maschinenparks und dem gerade erfolgten Breitbandanschluss mit 600 Mbit/s.
Doch wie viele andere Unternehmen haben auch die Barskamper bereits mit negativen Auswirkungen des Coronavirus zu kämpfen.

„Witte ist ein exportlastiges Unternehmen“, erklärt Düffert. „In Asien läuft momentan alles auf Sparflamme, die Produktionen sind auf ein Minimum runtergefahren, es werden keine Entscheidungen getroffen und somit auch keine Aufträge vergeben.“ Um eine Gefährdung der Mitarbeiter auszuschließen, schickt die Witte KG momentan kein Personal mehr nach Asien. Vertriebsmitarbeiter und Service-Mitarbeiter seien sonst regelmäßig dort.

Zur weiteren Entwicklung sagt Düffert: „Im Wesentlichen geht es jetzt um Asien. Ob wir noch andere Regionen zur Sperrzone erklären müssen, werden wir jetzt erstmal Stück für Stück beobachten.“

Von Lea Schulze