Staus auf der B404 gehören zum Alltag, denn die Elbquerung bei Geesthacht ist ein Nadelöhr. Ab Ende Mai wird es noch enger: Die Fahrbahn wird saniert. Foto: tja

Sommer-Stau auf der B404

Handorf/Eichholz. Details stehen noch aus. Doch schon jetzt ist klar: Die Bundesstraße 404 wird im Sommer für einige Monate zum Nadelöhr, zu einer Geduldsprobe vor allem für die vielen Hamburg-Pendler.

Voraussichtlich ab Ende Mai lässt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg die Fahrbahn zwischen Handorf und Eichholz auf einer Länge von 5,7 Kilometern sanieren. „Wir planen mit einer Bauzeit von rund zehn Wochen bis etwa Ende Juli, unterteilt in fünf Abschnitte“, sagt Annette Padberg, stellvertretende Leiterin des Geschäftsbereichs Lüneburg der Landesbehörde.

Die Asphaltdecke inklusive der Schutzplanken wird im gesamten Streckenabschnitt erneuert, in beide Fahrtrichtungen. „Zum Teil wird die B 404 während der Arbeiten komplett gesperrt“, berichtet Padberg. Das ist ein Nachteil für die Autofahrer, sei aber ein Vorteil für die neue Fahrbahn, meint sie. „Sie hält länger, weil die Deckschicht aus einem Guss eingearbeitet werden kann. Dadurch erhält sie eine bessere Qualität.“ Für die übrige Zeit der Bauphase ist die halbseitige Sperrung der Bundesstraße geplant.

„Wir werden die Zeiten für die Sperrungen rechtzeitig vor dem Beginn der Baumaßnahme veröffentlichen." – Annette Padberg, Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr

Wann genau die Vollsperrungen stattfinden, sei noch unklar. Es seien weitere Abstimmungen nötig, um möglichst geschickte Lösungen auszutüfteln vor dem Hintergrund, dass die Bundesstraße 404 eine stark frequentierte Strecke ist. „Wir werden die Zeiten für die Sperrungen rechtzeitig vor dem Beginn der Baumaßnahme veröffentlichen“, verspricht sie. Ebenso die Umleitungen.

Unklar sind derzeit auch die Kosten für das Vorhaben. „Die kennen wir erst, wenn wir das Ergebnis für die Ausschreibung der Arbeiten haben. Noch sind die Aufträge nicht erteilt.“

Die Sanierung der Bundesstraße sei dringend nötig. „Durch die hohe Verkehrsbelastung ist die Fahrbahnoberfläche marode“, sagt Padberg. Seit dem Lückenschluss an die A 39 in Handorf vor fast 19 Jahren hat die Zahl der Fahrzeuge stark zugenommen, die über den Asphalt der B 404 rollen. „Das heißt, es gibt auch mehr Schwerlastverkehr.“ Und dieser setzt der Straße kräftig zu. Daher geht die Sanierung der B 404 kommendes Jahr in die nächste Runde. „Es folgen dann die Arbeiten zwischen Eichholz und Rönne auf einer Länge von 4,3 Kilometern“, berichtet sie.

Detaillierte Planungen im Herbst

Über den aktuellen Stand bei den Vorbereitungen für dieses Vorhaben, das für die Zeit zwischen April und September 2021 geplant ist, haben die Landesbehörde und die Samtgemeinde Elbmarsch sich jetzt bei einer Verkehrsbesprechung abgestimmt. Die Landesbehörde geht davon aus, dass die Planungen im Herbst im Detail vorliegen.

Thema war auch der Bau einer Behelfsbrücke, wie von einigen in der Elbmarsch gefordert, wenn die Sanierung der Elbvorlandbrücke bis zur Landesgrenze Schleswig-Holstein und die Grundinstandsetzung der Geesthachter Stauwehrbrücke im weiteren Verlauf der Bundesstraße in den kommenden Jahren anstehen. Eine Behelfsbrücke würde nach Ansicht der Experten Jahre bis zur Umsetzung benötigen und stellt daher keine Lösung dar.

Vertreter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein erklärten bei der Besprechung, dass die Arbeiten an der Brücke über das Stauwehr mindestens ein Jahr dauern werden. Die Planungen dafür seien jedoch noch nicht so weit fortgeschritten, dass konkrete Zeiten und Abläufe feststehen.

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Von Stefan Bohlmann