Mittwoch , 21. Oktober 2020
Am Glockenhof, im Herzen der Lüneburger Innenstadt, soll nach der Kulturbäckerei ein weiterer Treffpunkt für Künstler unter der Regie der Sparkassenstiftung entstehen. Foto: as

Kulturbäckerei bekommt eine Zweigstelle

Lüneburg. Eine Art kleine Kulturbäckerei entsteht mitten in der Stadt – so umreißt Carsten Junge knapp die Idee. Der Geschäftsführer der Sparkassenstiftung blickt dabei auf das seit Monaten verwaiste Café Glockenhof. Dort haben jetzt erste Bauarbeiten begonnen. Es ist eher eine Vorbereitung: „Wände werden abgebrochen, wir wollen auch den Dachbereich nutzen.“ Auch gilt es, Probleme zu lösen: Teile des Gebäudes seien mit Asbest belastet. An einer endgültigen Konzeption feilen die Macher noch.

Junge hatte die Pläne bereits im vergangenen Sommer im Kulturausschuss des Lüneburger Rates vorgestellt. Wie berichtet, sei das Projekt dem Lübecker Unternehmer und Mäzen Uwe Lüders zu verdanken, hatte Junge erklärt. Lüders hat eine Treuhandstiftung gegründet, die mit den Lüneburgern zusammenarbeitet und eben an die Sparkassenstiftung angedockt ist. So vergibt Lüders` Stiftung ein dreimonatiges Arbeitsstipendium für bildende Künstler aus dem Bereich Malerei mit freiem Wohnen im Roten Hahn; in dem mittelalterlichen Komplex an der Rotehahnstraße sind mehrere Künstler zu Hause.

Gastronomie im Erdgeschoss geplant

Die Sparkassenstiftung betreibt unter anderem die Kulturbäckerei nahe der alten Standortverwaltung. Dort lockt neben Künstlerateliers ein breitgefächertes Angebot von Ausstellungen jedes Jahr bis zu 70 000 Besucher. Am Glockenhof soll nun sozusagen eine Zweigstelle ihre Pforten öffnen. „Ein Kulturhaus“, sagt Junge. Dafür möchten die Initiatoren auch den Glockenhof und die Nachbarschaft zum Glockenhaus nutzen: „Wir wollen die die Lüneburger Kunstszene mitnehmen.“

Gastronomie bleibt Teil der Konzeption. So solle eine Café- und Espressobar im Erdgeschoss zum Verweilen einladen: „Dafür suchen wir noch einen Betreiber.“ ca

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