Dienstag , 22. September 2020
Katja Hoffmann spielt bei den Rosen eine Femme fatale. Foto: Michael Behns

„Sie spielt mit ihrer Erotik“

Lüneburg. Es soll ja Zeitungen geben, die ein Gerücht ungeprüft zu einer großen Geschichte aufbauschen. Zeitungen, die dabei auch die Grenzen der Privatsphäre überschreiten. Wie das „Heide Echo“, das aufwartet mit der Story, der finanzstarke Lüneburger Unternehmer Gregor Pasch sei womöglich der Liebhaber der bekannten Autorin Cynthia Blackrose. Eine Lesung der Autorin in Lüneburg beschert Katja Hoffmann ein kurzes Gastspiel bei den Roten Rosen.

Das „Heide Echo“ ist die imaginäre Zeitung, die bei der Lüneburger TV-Serie immer mal wieder mit einer Enthüllungsgeschichte neue Verwicklungen auslöst und dem Handlungsstrang eine Wende oder mindestens einen kleinen Umweg beschert. Auch in diesem Fall. Das Gerücht, bewusst lanciert, um den Vorverkauf für die Lesung anzukurbeln, sorgt bei Gregor (Wolfram Grandezka) und jener Cynthia Blackrose (Katja Hoffmann) für Verärgerung. Doch die verfliegt schnell, und womöglich könnte das Gerücht doch noch nachträglich wahr werden? Das erfahren die Zuschauer allerdings erst von der kommenden Woche an, wenn Katja Hoffmann in die Serie einsteigt.

Sie weiß, wie sie auf Männer wirkt

In fünf Episoden ist die 49-jährige Schauspielerin, die unter anderem schon in Serien wie „Großstadtrevier“, „Notruf Hafenkante“, „SOKO Wismar“, „Doppelter Einsatz“ und „Morden im Norden“ mitgewirkt hat, als Autorin zu sehen. Ihre Rolle beschreibt die Wahl-Hamburgerin so: „Sie ist sehr souverän, sehr forsch und immer geradeaus. Sie weiß, wie sie auf Männer wirkt und spielt mir ihrer Erotik.“ Das zu verkörpern, sei für sie eine schöne Herausforderung, denn privat sei sie ganz anders, „eher schüchtern“.

Vier Drehtage blieben der 1,70 Meter großen Blondine Zeit, diese Herausforderung zu meistern. „Ein ganz schönes Pensum“ wie sie findet. Dabei hätte es mit den Rosen durchaus auch schon früher klappen können, zumal ihr Partner Erik Langner vor Jahren als Kfz-Mechaniker Klaus Bach seinen Arbeitsplatz in den Produktionshallen im Industriegebiet Hafen hatte. „Ich war da immer mal wieder im Gespräch, kenne auch viele hier, irgendwie passte es nie. Jetzt ging aber alles ganz schnell. Ich freue mich riesig darüber“, sagt Katja Hoffmann.

Die Femme fatale in der Telenovela ist für die Mutter zweier Kinder (12 und 18) auch ein schöner Kontrast zur toughen Kampfjetpilotin, die sie in einem Science-fiction-Film verkörpert. Die deutsche Produktion soll Ende dieses Jahres in die Kinos kommen. Ihre Vielseitigkeit stellt sie zudem als Synchronsprecherin sowie als Werbegesicht ins Spots bekannter Hersteller und Produkte wie Ferrero Küsschen, Coca-Cola und Milram unter Beweis. Bei der Frage nach ihrer Traumrolle muss die begeisterte Sportlerin nicht lange überlegen „Die Kommissarin im Krimi.“ Sollte der NDR also mal eine Nachfolgerin für Tatort-Kommissarin Charlotte Lindholm benötigen, müssten der nicht lange suchen – und zumindest optisch ist eine gewisse Ähnlichkeit nicht zu leugnen.

Von Anna Hoffmann