Freitag , 18. September 2020
Die Kontaktbeamte sind auch auf dem Rad unterwegs. Foto: phs

Streife auf zwei Rädern

Lüneburg. Wadenstark zeigen sich Andreas Kremeik, Nicoline Wiermann und Matthias Nürnberger (v.l.): Die drei Polizisten fahren künftig sozusagen mechanisch verstärkt Streife. Sie zählen neben Thomas Fischer und Tülay Saykal zum fünfköpfigen Team der Lüneburger Kontaktbeamten und die haben nun neben klassischen Velos auch Elektro-Räder in ihren Fuhrpark aufgenommen. Andreas Kremeik sagt: „Die Räder sind super alltagstauglich, selbst bei Gegenwind schwebt man dahin.“ Doch das ist eher ein Nebenaspekt, denn auf dem Rad sind die Polizisten immer mitten im Geschehen und können im Zweifel auch mal einen Radrüpel stellen.

Schulwegsicherung und Präventionsarbeit

Die Drahtesel stromern mit bis zu 25 km/h dahin, danach ist Muskelkraft gefragt: „Dann schafft man auch gut 40.“ Das reiche in den meisten Fällen. Die Räder leuchten wie Streifenwagen in Silber und kräftigem Blau. Der aufgeladene Akku erlaubt eine Reichweite von bis zu 120 Kilometern, doch so viel Energie brauche man in der Regel nicht. Für das Quintett und ihren Chef Michael Düker bedeutet der Einsatz auf zwei Rädern ein weiteres Stück Bürgernähe, denn die Kollegen sind vor allem in „ihren“ Stadtteilen unterwegs, sind dort unter anderem für Schulwegsicherung und Präventionsarbeit zuständig. Einen Wunsch haben sie noch, bessere Fahrradkleidung wie sie die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat: Die sei atmungsaktiver und – gerade jetzt ein Plus – wärmer. ca