Sonntag , 20. September 2020
Penny möchte innerhalb des Einkaufszentrums umziehen, und zwar in den etwas größeren Komplex – hier rechts im Bild. Foto: t&w

Einkaufszentrum soll schrumpfen

Lüneburg. Seit annähernd zweieinhalb Jahren ist der ehemalige Edeka-Markt Auf der Höhe verwaist. Supper & Hamann war Ende September 2017 nach 15 Jahren aus dem Einkaufszentrum zwischen den Wohnvierteln Schaperdrift und Teufelsküche ausgezogen. Noch Ende desselben Jahres hatte sich Immobilienmakler Jürgen Sallier als Verantwortlicher zuversichtlich gezeigt, den Gebäudeteil neben dem Textildiscounter Kik und der Filiale der Bäckerei Kruse bald wieder vermieten zu können. Es gebe Interessenten, hieß es damals aus dem Maklerbüro zu einer entsprechenden LZ-Anfrage. Gerüchte gab es viele, getan hat sich bis heute nichts. Doch nun kündigt sich tatsächlich ein neuer Mieter an – und der käme direkt von nebenan: Penny will dort einziehen.

Der Discounter hat seine Filiale auf demselben Areal in einem separaten Gebäude nebenan. Doch er möchte wachsen, im ehemaligen Edeka-Markt wäre Platz dafür. Also strebt die Kette einen Umzug an. In der dann leer werdenden aktuellen Penny-Filiale würde dann aber kein anderer Markt einziehen, stattdessen sollen dort etwa 30 bis 40 Wohnungen entstehen. Der Penny-Umzug und seine Folgen sind am Montag, 17. Februar, Thema im Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung des Lüneburger Rates. Die Sitzung beginnt um 15 Uhr im Rathaus (Hansekontor, Eingang E).

Erster unverbindlicher Konzeptentwurf

Für zwei Lebensmittelmärkte scheint die Nachfrage am Standort in Oedeme also nicht mehr groß genug, Wohnungen dagegen werden weiterhin dringend gebraucht im Lüneburger Stadtgebiet, bekanntlich hat die Verwaltung deshalb auch ein umfangreiches Wohnungsbauprogramm aufgelegt. Deshalb möchte die Stadt nun auch den Bebauungsplan für einen Teilbereich des Einkaufszentrums ändern, da der dort aktuell keine Wohnungen zulässt. Ein erster unverbindlicher Konzeptentwurf des möglichen Investors soll in der Sitzung vorgestellt werden.

Auch preiswerte Wohnungen möchten die Verantwortlichen im Rathaus dort realisiert sehen. „Zur Sicherung eines Anteils geförderten Wohnraums in Höhe von mindestens 30 Prozent ist mit dem Vorhabenträger ein städtebaulicher Vertrag nach § 11 BauGB zu schließen“, heißt es dazu in der Vorlage der Verwaltung zum Ausschuss.

Von Alexander Hempelmann