Die Gemeinde Scharnebeck plant die Einrichtung einer Hundefreilauffläche nahe des Inselsees. Symbolbild: be

Pfoten frei!

Scharnebeck. Wer Hunde hat, weiß: Erst wenn die Pfoten durch die Luft wirbeln, das Lieblingsstöckchen zur Rückenmassage dient und der Nachbarshund im Wettrennen besiegt wird, sind Bello und Co. wirklich glücklich. Damit das möglichst gefahrlos passiert, plant die Gemeinde Scharnebeck die Einrichtung einer Hundefreilauffläche nahe des Inselsees.

Neu ist die Idee von der Hundefreilauffläche in Scharnebeck nicht, doch jetzt könnte sie langsam konkret werden. „Es war gar nicht so leicht, eine geeignete Fläche zu finden“, erklärt Björn Ahrens (CDU) bei der Sitzung des Scharnebecker Bau-, Umwelt- und Wegeausschusses vor Zuschauern und Hundefreunden. Sekunden später erscheint das Luftbild einer Grünfläche auf der Projektionsfläche der Gemeindeverwaltung. Zu sehen ist eine Feldfläche zwischen Inselsee und Bahngleisen – 15.000 Quadratmeter groß.

Weit über 200 Hunde gemeldet

Das Gebiet gehört der Gemeinde und dient in weiten Teilen als Ausgleichsfläche für das geplante Baugebiet „Scharnebeck Nord“. Die 1,5 Hektar große Fläche ist gewissermaßen übrig und soll nun – in Teilen – für einen Hundefreilauf genutzt werden. Dass das Vorhaben Sinn macht, bekräftigt Karin-Ose Röckseisen (FDP) und erklärt, allein in der Gemeinde Scharnebeck seien weit über 200 Hunde gemeldet.

Kommen soll der Freilauf also, aber wie genau die Fläche genutzt werden kann, ist noch unklar. Wie groß soll der Auslauf sein? Dient er als Freilauf oder auch als Hundeschule? Und, braucht es Gebäude, Zuwegungen und mehr? „Es würde sich anbieten die Hundebesitzer einzuladen und nach ihren Wünschen zu fragen“, regt Edwin Germer (Grüne) zum Thema an. Das hält Scharnebecks Bürgermeister Hans-Georg Führinger (CDU) jedoch erst für den zweiten Schritt. „Wir müssen uns erstmal überlegen, was wir dort überhaupt wollen“, sagt er. Und auch Björn Ahrens ist der Meinung: „Wir müssen erstmal mit den Planungen anfangen, an den Details kann sich ja noch vieles ändern“.

5000 Quadratmeter könnte er groß werden

Und so diente die Ausschusssitzung zunächst mal einer Annäherung an das Thema Hundeplatz. 5000 Quadratmeter könnte er demnach groß werden, eingezäunt und zunächst ohne Gebäude. Der Platz sei über eine bereits in Teilen vorhandene Zuwegung erreichbar, die vom Parkplatz am Inselsee zur Fläche führe. Diesen Vorschlag – so beschlossen die Ausschussmitglieder einstimmig – werde man nun an den Landkreis weitergeben und auf Rückmeldung warten. Ob im Zuge dessen auch eine Änderung des Flächennutzungsplans oder die Erstellung eines Bebauungsplans nötig ist, bleibt abzuwarten. ada