Dienstag , 29. September 2020
Marko Mann steuert die Aufklärungsdrohne, er gehört zum Team der Piloten des ASB. Foto: t&w

Das fliegende Auge der Retter

Lüneburg. Ein Unfall auf der Autobahn mit einem Dutzend beteiligten Lkw und Autos oder ein neues Hochwasser an der Elbe – der Arbeitersamariterbund hat nun einen neuen Helfer in seinen Reihen, der für einen ersten Überblick sorgt: eine Aufklärungsdrohne. Aufsteigen kann so ein fliegendes Auge bis auf 500 Meter, doch es wird eher in 50 bis 100 Meter Höhe gebraucht. Es kann bei einem schweren Unfall Helfer leiten, um an den Einsatzort zu kommen. Ist es sinnvoller, entgegen der Fahrtrichtung auf die Autobahn zu steuern? Oder kommt man über Wirtschaftswege gut heran? Ist Platz, sodass Hubschrauber landen können? Suchen die Kräfte beispielsweise nach einem vermissten Senior, können sie auch die Wärmebildkamera nutzen, die ihnen Hinweise liefert.

Rund 4000 Euro kostet die Technik

Die Bilder der Drohne landen im sogenannten Einsatzleitwagen. Auf Bildschirmen kann die Crew die Lage vor Ort analysieren – eben da, wo es passiert ist. Selbstverständlich sind weitere Teams im Einsatz, um zu ermitteln, wie viele Menschen in den Autos sitzen, ob sie eingeklemmt, wie schwer sie verletzt sind. Der ASB hat Mitarbeiter ausgebildet, die nun einen Drohnenführerschein besitzen. Rund 4000 Euro kostet die Technik, noch einmal so viel die Ausbildung und Zubehör. Die Kollegen des ASB kooperieren dabei mit weiteren Rettungskräften, der Feuerwehr und der Polizei. Auf den Sülzwiesen hat das Team um ASB-Geschäftsführer Harald Kreft gezeigt, wie die Drohne eingesetzt wird. Neben ihm mit dabei Marco Mann, Christian Finke und Frank Maruhn. ca