Zuletzt hatte ein Regenguss im Sommer 2019 die Sporthalle am Spillbrunnenweg unter Wasser gesetzt. Foto: Landkreis Lüneburg

Sporthalle der BBS bleibt länger gesperrt

Lüneburg. Die Sperrung der Sporthalle der Berufsbildenden Schulen (BBS) am Spillbrunnenweg in Lüneburg wird länger dauern als zuletzt angenommen. „Die Halle wird voraussichtlich nicht vor Ende 2020 wieder in Betrieb gehen“, sagt Detlef Beyer vom Fachbereich Gebäudewirtschaft des Landkreises Lüneburg.

Das Thema war bei der jüngsten Sitzung des Hochbauausschusses des Kreistags vom Leitenden Kreisverwaltungsdirektor Hans-Richard Maul angesprochen worden.

Anlass ist die noch anstehende Sanierung der Halle nach dem jüngsten Wasserschaden im Sommer 2019. Nach Mauls Worten werde die Sporthalle nicht wiederhergestellt, bevor nicht eine grundlegende Lösung für das Problem der Oberflächenentwässerung gefunden wurde. Die Halle ist wiederholt bei Starkregen geflutet worden.

Dauerhafte Absenkung des Grundwassers sinnvoll?

Tatsächlich ist die Sporthalle bereits seit einem Wasserschaden im Mai 2018 nicht mehr nutzbar, berichtet Kreissprecherin Katrin Holzmann auf LZ-Nachfrage. Schließlich lief die Sanierung der Halle – bis es im Juli 2019 erneut zum Wolkenbruch kam und es wie aus Eimern goss. Straßen und Unterführungen in der Stadt standen unter Wasser und schließlich auch wieder die BBS-Sporthalle im Spillbrunnenweg. Die Kanalisation war überfordert, das Wasser drückte die Gullydeckel nach oben, und das Wasser lief durch die Türen erneut in die Halle.

Nun zögert der Landkreis, die Halle erneut zu sanieren, bevor nicht ein Konzept für die Entwässerungsproblematik erstellt wurde. Maul: „Nicht, dass wir alles wieder neu machen und dann wird die Halle zum dritten Mal hintereinander überschwemmt.“ Die Schwierigkeit: Die Halle liegt in einer Mulde, die Versiegelung der Grundstücke rundherum hat zugenommen, und der Regenwasserkanal der Stadt ist „mindestens ausgelastet“, was die Ableitung des Regenwassers von Hallendach und Nachbargrundstücken erschwere.

Verschiedene Lösungsmöglichkeiten

Hinzu komme ein relativ hoher Grundwasserstand. Maul weiter: „Wir prüfen derzeit verschiedene Lösungsmöglichkeiten.“ Eine davon könnte eine dauerhafte Grundwasserabsenkung in dem Bereich der Sporthalle sein, um die Versickerungskapazitäten des Bodens rundherum zu erhöhen, hieß es. Auch von Speicherungsmöglichkeiten war die Rede. Maul: „In einem Monat wissen wir mehr.“

Mit der hinausgeschobenen Hallensanierung müssen damit auch die Schüler und Lehrer der drei Berufsbildenden Schulen noch länger mit Einschränkungen beim Sportunterricht leben. Thiemo Frommeyer, Sportlehrer an der BBS I, spricht von einer „frustrierenden Situation für Schüler und Lehrer“. Seit der Hallensperrung würden regelmäßig Sportstunden ausfallen. Zwar gibt es die Möglichkeit, beispielsweise auf die Halle des Johanneums, Kletterhallen oder aber auch Sportstudios auszuweichen, doch durch die weiteren Wege bliebe von den verbliebenen Sportstunden netto weniger übrig.

Von Dennis Thomas