Die Polizei warnt vor falschen Handwerkern, die ihr Unwesen in der Region treiben.

Polizei warnt vor falschen Handwerkern

Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen. Die Polizei ermittelt aktuell in einem Fall in Adendorf, in dem eine über 70-jährige Rentnerin ein Angebot "über den Gartenzaun" angenommen hatte. Mehrere Personen hatten ihr angeboten, für wenig Geld ihren Garten auf Vordermann zu bringen. Doch die Betrüger ließen den Garten verwüstet zurück und nahmen das Geld und die Gartengeräte der Dame mit. Die Polizei warnt deshalb vor dubiosen Handwerkern und aktuellen Handwerksangeboten.

Flyer und Prospekte von unechten Firmen

Zusätzlich zu den Angeboten "über den Gartenzaun" tauchten in verschiedenen regionalen Zeitungen in den letzten Tagen und Wochen Hochglanzprospekte unterschiedlicher Firmen für Gebäude-, Stein- und Terrassenreinigungsarbeiten auf. Wie die Polizei mitteilt, ergaben Überprüfungen der Kontaktdaten und -adressen, dass diese Firmen zum Teil unter den angebenden Adressen nicht existent sind.

Hinter auf den ersten Blick möglichen Schnäppchen verbergen sich oftmals Kostenfallen, so dass die Polizei rät, sensibel entsprechende Firmen und Angebote genau zu prüfen und mit möglichen Angeboten von Handwerksfirmen aus der Region zu vergleichen.

Häufige Opfer sind Senioren

Ganz besonders häufig haben es die Betrüger laut Polizei an der Haustür auf Senioren abgesehen. Ziel der Täter sei es, in die Wohnung gebeten zu werden; denn dort seien in aller Regel weder Zeugen noch andere Personen zu erwarten.

Die Täter treten in ganz unterschiedlichen Rollen auf: Mal geben sie sich als seriös gekleideter Geschäftsmann, mal werden sie als
Handwerker in Arbeitskleidung, als Hilfsbedürftiger oder sogar als angebliche Amtsperson vorstellig. Häufig entsteht durch die Betrüger ein erheblicher finanzieller Schaden.

Die Polizei gibt Tipps

  • Machen Sie keine Haustür/Gartenpfortengeschäfte
  • Lassen Sie sich ein genaues schriftliches Angebot gebeten
  • Holen Sie sich Vergleichsangebote
  • Leisten Sie niemals Vorkasse vor Ort oder legen Geld für Materialien aus
  • Notieren Sie sich die Personalien des Anbieters und des mitgeführten Kraftfahrtzeuges

Bei Auftreten entsprechender "dubioser reisender Handwerker" sollen sich Betroffene an die Polizei unter 110 wenden. lz