Dienstag , 29. September 2020
Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge. (Foto: A/t&w)

Lüneburger Bürger planen die Zukunft

Zum Jahresbeginn blicken die Hauptverwaltungsbeamten der Region für die LZ in die Zukunft. Heute: Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD).

Lüneburg. „Das Lüneburg von morgen gestalten“ – unter diesem Motto steht unser Projekt Zukunftsstadt Lüneburg 2030+, das in diesem Jahr in die entscheidende Phase startet. Ein Motto, das aber zugleich für das gesamte Jahr 2020 zutrifft. Denn im neuen Jahr wird die Hansestadt Lüneburg Herausforderungen anpacken, die den Blick weit in die Zukunft richten: insbesondere in Sachen Klimaschutz. Ein Baustein dafür ist der neue Klimafonds, der es Akteuren der Stadtgesellschaft künftig ermöglicht, gezielt Klimaschutzmaßnahmen vor Ort umzusetzen. Unser erstes Großprojekt ist der „Bürgerwald“, sprich eine Aufforstung von bis zu 20 Hektar Wald in Lüneburg in den nächsten fünf Jahren. Eine spannende und ambitionierte Aufgabe.

Das gilt auch für das eingangs erwähnte Projekt Zukunftsstadt Lüneburg 2030+. Zu Weihnachten haben wir den Förderbescheid in Höhe von fast einer Million Euro vom Bundesbildungsministerium erhalten. Jetzt können wir gemeinsam mit der Leuphana Universität mit der Umsetzung der Bürgerideen beginnen, die dazu dienen werden, die nachhaltige Entwicklung Lüneburgs voranzubringen. Wir wünschen uns, dass sich an der Umsetzung möglichst viele Lüneburgerinnen und Lüneburger beteiligen, um Lüneburgs Zukunft gemeinsam zu gestalten. Das gilt genauso für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept, das wir 2020 auf den Weg bringen und eng mit Lüneburg 2030+ verzahnen wollen.

Sportlandschaft soll weiterentwickelt werden

Einen weiteren groß angelegten Beteiligungsprozess haben wir im Dezember mit der Sportentwicklungsplanung angestoßen. Unter dem Motto „Bewegtes Lüneburg“ werden wir gemeinsam mit den Akteuren aus dem Sport und den Lüneburgern Ideen und Maßnahmen entwickeln, um die Sportlandschaft in unserer Stadt weiterzuentwickeln und auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Parallel dazu werden wir die Stadtteilarbeit in den nächsten Jahren neu aufstellen, um künftig noch näher dran zu sein an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort.

Neben diesen großen Zukunftsprojekten gibt es viele weitere Bausteine, mit denen wir das Lüneburg von morgen gestalten möchten – insbesondere im Bereich Mobilität. So werden wir dieses Jahr die Modernisierung unserer Fahrzeugflotten fortführen sowie den Ausbau der E-Mobilität. Vor allem aber werden wir massiv in den Radwegebau investieren.

2020 ist außerdem ein Jahr der großen Bauprojekte: Zu nennen sind hier etwa der Wiederaufbau des Heiligengeist-Stifts, der dieses Jahr beginnen soll, sowie der Neubau des AWO-Familienzentrums in Kaltenmoor. Vor allem aber investieren wir mit 18 Millionen Euro einen Löwenanteil in den Bildungsbereich, um Um-, An- und Neubauten sowie Modernisierungen in Kitas und Schulen umzusetzen und weitere Kitaplätze zu schaffen. Als große Herausforderung wird uns dabei der Fachkräftemangel begleiten. Gemeinsam mit Kita-Trägern, Berufsschulen und dem Land müssen wir hier dringend weiterhin nach Lösungen suchen.

Eine Daueraufgabe und Herausforderung bleibt in der Stadt Lüneburg auch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Hier werden wir dieses Jahr mit den Plänen für die Erschließung im Neubaugebiet Wienebüttel einen wichtigen Schritt vorankommen. In dem Gebiet entstehen viele geförderte Wohnungen. Außerdem setzen wir hier ökologische Maßstäbe: So planen wir das gesamte Wohngebiet klimaneutral zu gestalten. Das wird – neben vielen anderen Projekten – eine besonders spannende Herausforderung für unsere Stadtplaner.