Wittorfs Bürgermeister Michael Herbst ist mit dem Baufortschritt der Halle zufrieden. (Foto: t&w)

Hallenbau liegt voll im Zeitplan

Wittorf. Dass der Bau einer multifunktionalen Halle in öffentlicher Hand auch glatt gehen kann, beweist derzeit die ehrenamtlich geführte Gemeinde Wittorf. Der Bauzeitenplan für die neue Halle neben dem Wittorfer Sportplatz wird derzeit vom Rohbauer deutlich unterschritten, ist fast sechs Wochen früher fertig, als ursprünglich angenommen. Auch der Kostenrahmen wird insgesamt gehalten, sagt Gemeindebürgermeister Michael Herbst (SPD). Allein der Elektriker fällt maßgeblich durch Mehrkosten auf. Das war auch Thema bei der kürzlichen Sitzung des Gemeinderates. Allerdings zeigte sich der Rat einhellig erleichert, überhaupt noch einen Handwerksbetrieb gefunden zu haben, der die Elektroinstallationen vornimmt.

Alle Aufträge vergeben

Im vergangenen Juli hatte der Rat zunächst sechs Gewerken für den Hallenbau den Zuschlag erteilt – vom Rohbauer bis zum Tischler. Allein Heizung, Sanitär und Elektrik waren noch offen. Mittlerweile sind alle Aufträge vergeben. Und nach der vierten Ausschreibung jetzt auch die Elektrik. Bei den ersten zwei Ausschreibungen hatte es für den Elektrobereich gar keine Angebote von Firmen gegeben, berichtete Bürgermeister Herbst. Beim dritten Durchgang sei „kein rechtskräftiges Angebot“ dabei gewesen, erst in der vierten Ausschreibungsrunde lagen zwei verwertbare Offerten vor.

Das günstigere Elektriker-Angebot liegt aber immer noch rund 70 000 Euro über der Kostenschätzung. Der Rat stimmte der Auftragsvergabe, trotz der Kostenüberschreitung, einmütig zu und schluckte die Kröte. Herbst sagte: „Es gibt keine Gründe, die dagegen sprechen, Elektrik musst du ja haben.“ Und Ratsherr Walter Braunholz (SPD) pflichtete bei: „Die Elektriker haben soviel um die Ohren, dass wir froh sein können, dass wir überhaupt einen zu fassen bekommen haben.“ Andererseits seien aktuell weder vom Erd- noch vom Rohbauer Nachträge zu erwarten, sagte Herbst.

Fertigstellung im Oktober 2020

Die jüngste Kostenschätzung für das Gesamtprojekt der Halle belief sich laut Herbst zuletzt auf rund 1,8 Millionen Euro, und diese Messlatte gelte weiterhin. Die Gemeinde finanziert den Löwenanteil aus Krediten, bis auf rund 500 000 Euro, die die Kommune als Zuschuss erhält im Rahmen des Förderprogramms Dorfentwicklung.

Nachdem nun der Rohbau steht erwartet Herbst Mitte Januar dieses Jahres den Stahlbauer, der die Unterkonstruktion für die nachfolgenden Dacharbeiten herstellt. Trotz des kleinen Zeitpuffers, den der Rohbauer herausgeholt hat, rechnet die Gemeinde weiterhin mit einer Fertigstellung der Halle im Oktober 2020.

Von Dennis Thomas