Dienstag , 29. September 2020

Kinder verursachen Zugverspätung in Lüneburg

Lüneburg/Bremen. Zwei Jungen, zwölf und 13 Jahre alt, haben am Sonntag einen Polizeieinsatz und Verspätungen von sechs Zügen verursacht. Sie wollten abkürzen und marschierten innerhalb der Lärmschutzwände entlang der Schnellfahrstrecke Hamburg-Hannover. Das teilt die Polizeiinspektion in Bremen mit. Eine Streife der Lüneburger Polizei konnte die Kinder schließlich an der Friedrich-Ebert-Brücke aufgreifen. Die Eltern wurden informiert, die Jugendlichen durften nach Hause gehen.

Weil Züge im Fall einer Gleisüberquerung nicht rechtzeitig anhalten können, mussten sie den Gefahrenbereich zunächst mit Schrittgeschwindigkeit passieren. Kurzzeitig kam es zu einer Vollsperrung. Weil sich die Züge insgesamt über eine halbe Stunde verspäteten, müssen die Zwölf- und 13-Jährigen mit zivilrechtlichen Forderungen der Bahn rechnen.

Die Bundespolizei warnt immer wieder vor dem Betreten von Bahnanlagen. Züge sind in dem Bereich mit bis zu 200 km/h unterwegs und durchfahren den Bahnhof Lüneburg mit 120 km/h. Anhaltewege betragen mehr als 1000 Meter und die Reaktionszeit zum Verlassen der Gleise liegt wegen hoher Zuggeschwindigkeiten nur bei ca. zwei Sekunden. lz

Den kompletten Polizeibericht gibt es Montag in der LZ zu lesen – gedruckt oder digital als ePaper.