Sonntag , 25. Oktober 2020
Martin Käthler (l.) übergibt Gerhard Tödter den Scheck über mehr als 19 000 Euro. (Foto: t&w)

Stiftungskapital aufgestockt

Deutsch Evern. Einen stattlichen Scheck über 19 057 Euro brachte jetzt Martin Käthler, Stiftungsberater der evangelisch lutherischen Landeskirche, mit nach Deutsch Evern: Das Geld stammt aus der Bonifizierungsaktion der Landeskirche. Damit steigt das Stiftungsvermögen der Martinus-Stiftung Deutsch Evern auf aktuell 655 000 Euro.

Und es ist nicht das erste Mal, dass die Stiftung in Deutsch Evern in den Genuss eines solchen Geldsegens kam: „Von dieser Aktion der Landeskirche hatten wir auch schon in früheren Jahren profititiert“, freut sich Gerhard Tödter vom Vorstand der Martinus-Stiftung – wohlwissend, dass ohne das Engagement der vielen Zustifter solche Summen niemals zustande kommen würden. Sein Dank geht daher ausdrücklich an all jene, die die Martinus-Stiftung finanziell und ideell unterstützen.

Ins Leben gerufen wurde die Stiftung vor zwölf Jahren unter der Überschrift „Damit die Kirche auch in Zukunft im Dorf bleibt“. Denn Ziel ist es, die Pfarrstelle in Deutsch Evern zu 100 Prozent zu erhalten.

Demografischer Wandel macht es nicht einfacher

Das freilich fällt den Kirchen-Verantwortlichen nicht nur in Deutsch Evern zusehends schwerer: Es ist kein Geheimnis, dass die Mitgliederzahlen in den Kirchengemeinden sinken, immer mehr Menschen der Kirche den Rücken kehren und austreten. Und der demografische Wandel verstärkt noch die Problematik. Bundesweit gehen die Einnahmen aus der Kirchensteuer zurück. Das bereitet vor allem den kleineren Kirchengemeinden große Probleme.

Derzeit ist der Deutsch Everner Pastor Dr. Jan Kreuch zu 80 Prozent in der Martinus-Gemeinde tätig, 20 Prozent seiner Arbeitszeit muss er in einer anderen Kirchengemeinde einsetzen. Um also die Stelle des Seelsorgers auch künftig in Deutsch Evern zu sichern, benötigt die Martinuskirche ein Stiftungskapital von rund einer Million Euro – und diesem Ziel kommt sie mit jedem Jahr näher. Dank der Unterstützung zahlreicher Privat- und Geschäftsleute – und nicht zuletzt dank der Aktionen der Landeskirche, die jetzt erneut jeden dritten gespendeten Euro mit einem weiteren Euro bonifizierte.

Allein 3300 Euro beim Sparschwein-Schlachtefest

Um das Stiftungsvermögen zu erhöhen, lassen sich Tödter und seine Mitstreiter allerdings auch einiges einfallen. So feierten die Unterstützer zum Beispiel bereits im Februar das 10. Sparschwein-Schlachtefest, das ein Ergebnis von gut 3 300 Euro brachte. „lch habe das mal zusammengezählt“, sagt Tödter: „Alleine durch die Sparschweine kam in den vergangenen neun Jahren die unglaubliche Summe von 30 000 Euro zusammen.“

Aber auch wenn das avisierte Ziel von mindestens einer Million Euro Stiftungsvermögen noch nicht erreicht ist, profitiert die Kirchengemeinde schon jetzt: Für die Kinder- und Jugendarbeit, für Chor-Projekte und die Seniorenarbeit wurden in diesem Jahr bereits 6000 Euro an die Kirchengemeinde ausgeschüttet. Im vergangenen Jahr waren es sogar 7500 Euro. Mit einem vorweihnachtlichen Konzert in der Kirche sagten Tödter und seine Mitstreiter nun allen Akteuren für ihr Engagement Danke. kre