Schulleiter Ulf Gerkensmeyer und Kristian Braun, Leiter Vertrieb der Energieversorgung Dahlenburg-Bleckede AG (3. und 2. v.r.), nehmen unter die Lupe, was die Bleckeder Schüler schon gelernt haben. (Foto: t&w)

Sicher mit E-Mofa auf die Straße

Bleckede. Deutsch, Mathematik, Geschichte und Biologie stehen sowieso auf dem Stundenplan – für viele Schüler am Schulzentrum in Bleckede seit einigen Monaten aber auch noch etwas ganz Besonderes: „Mofa fahren“. Ulf Gerkensmeyer, Leiter der Realschule, und Angela Knüdel, Sozialpädagogin an der Real- und Hauptschule, hatten die neue Arbeitsgemeinschaft (AG) vorbereitet, möglich wurde sie letztlich durch eine Spende in Höhe von 1500 Euro von der Energieversorgung Dahlenburg-Bleckede AG. Durch sie konnte ein E-Roller vom Typ „Trinity Electric“ angeschafft werden.

Für Gerkensmeyer, der privat selbst ein Elektromotorrad fährt, ist das die Zukunft. Elektromotorräder gelten gerade im Stadtverkehr als eine echte Alternative. Mit alltagstauglichen Reichweiten und sattem Drehmoment sollen Elektrozweiräder den Gefährten mit Verbrennungsmotoren künftig Konkurrenz machen. Dazu emittieren sie keine Abgase und sind leise, gelten als umweltfreundlich.

Immer donnerstags findet die AG unter Leitung von Ulf Gerkensmeyer auf dem Schulhof der Realschule statt, jetzt machte sich Kristian Braun, Leiter Vertrieb des Energieunternehmens, selbst ein Bild vom Können der Bleckeder Schüler. „Uns gefällt an diesem Angebot natürlich, dass die Schüler mit dieser Arbeitsgemeinschaft an die Elektromobilität herangeführt werden“, erklärt Braun.

Die Nachfrage nach der AG war riesig.

Eine umfangreiche Einweisung in die Theorie, in die Themen Technik, Sicherheit und vieles mehr, haben die Neunt- und Zehntklässler von der Real-, der Haupt- und der Förderschule Bleckede schon längst hinter sich. Seit einigen Wochen steht die Praxis im Vordergrund. „Zuerst anfahren und bremsen, dann Kreise fahren, eine Acht, vor einem Ziel bremsen und Slalom fahren“, erzählt Schulleiter Gerkensmeyer. Hindernissen ausweichen und Slalom fahren mit unterschiedlich weit voneinander entfernten Hindernissen kommen bald dran.

In zwei Schritten sollen die Bleckeder Schüler dann im kommenden Jahr endgültig fit für den Straßenverkehr gemacht werden: Zunächst mit der – inoffiziellen – praktischen Prüfung am Schulzentrum. Anschließend geht es zum Technischen Überwachungsverein (TÜV) nach Lüneburg, wo es gilt, in einer theoretischen Prüfung die „Mofa-Prüfbescheinigung“ zu ergattern.

„Die Nachfrage nach der AG war riesig, es konnten nicht alle mitmachen“, erzählt Ulf Gerkensmeyer – und nur bis zu acht Schülern darf er zeitgleich das motorisierte Fahren beibringen. Für das nächste Schuljahr wird deshalb angepeilt, einen zweiten Roller anzuschaffen, um dann 16 Plätze in der AG zu haben.

Von Ingo Petersen