Alles ganz ordentlich: Die Lüneburger Feuerwehr hat sich der "Tetris-Challenge" gestellt und die Ausrüstung eines historischen und eines modernen Feuerwehrfahrzeugs gegenüber gestellt. Foto: Daniel Roemer

Tetris-Challenge: Die Feuerwehr reiht auf

Lüneburg. Schon seit einigen Wochen hält sich in den sozialen Medien ein Trend: Bei der „Tetris-Challenge“ legen Polizisten, Sanitäter und Feuerwehrleute ihre Arbeitsgegenstände – und manchmal auch sich selbst – ganz ordentlich auf den Boden und fotografieren das entstandene Bild von oben. So wirken die Gegenstände so wohlsortiert wie bei dem bekannten Videospiel „Tetris“. Vor einiger Zeit hat dieser Trend auch Lüneburg erreicht – neben der örtlichen Polizei hat auch die Lüneburger Stadtfeuerwehr sich der Herausforderung (Englisch: challenge) gestellt.

Dabei reichte es den Kameraden jedoch nicht, einfach ihre Ausrüstung zur Schau zu stellen: Sie zeigten auf, wie sich das Equipment der Feuerwehrleute in den letzten 60 Jahren verändert hat. „Links steht ein Tanklöschfahrzeug TLF 16 aus dem Jahr 1955“, erklärt Feuerwehrsprecher Daniel Roemer, davor ausgebreitet das typische Handwerkszeug der damaligen Feuerwehrleute. „Ich war selbst ganz überrascht, wie viel da im Fahrzeug noch drin ist“, gibt er zu. Okay, bei den Uniformen habe man etwas gemogelt – statt der Originalkleidung aus den 50ern sind aktuelle Ausgeh-Uniformen zum Einsatz gekommen, „die sehen fast genauso aus.“

1955 gegen 2019: Was war damals in einem Tanklöschzeug zu finden und was heute?

 

Rechts daneben ist mit dem „LF20“ das jüngste Löschfahrzeug der Lüneburger Feuerwehr zu sehen, mit der modernen Ausrüstung der zeitgenössischen Brandbekämpfer. Grundsätzlich seien beide Fahrzeuge funktionstüchtig und einsatzbereit, erklärt Roemer. „Unser Oldtimer befindet sich aber seit 1993 im Ruhestand, wir erhalten es als Traditionsfahrzeug.“ Allerdings sei die Atemschutztechnik des historischen Gefährts keinem Feuerwehrmann mehr zumutbar.

Etwa zwei Stunden haben die Vorbereitungen für das Foto gedauert. Die Idee kam an: Mehr als 2100 „Gefällt mir“-Angaben erhielt das Foto auf Instagram, mehr als 470 auf Facebook. Gute Online-Sitte ist, andere, befreundete Vereine und Verbände dazu aufzufordern, es ihnen gleichzutun. „Wir haben Kameraden in Bad Bevensen und Hamburg für die ‚Tetris-Challenge‘ nominiert“, sagt Roemer. Deren Reaktionen stehen noch aus.

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Von Robin Williamson