Aus allen Nähten platzt schon seit Jahren das Feuerwehrhaus in Radbruch (hier ein Bild vom August dieses Jahres). Ein Neubau wird derzeit in der Nähe des alten Gebäudes geplant. Jetzt geht es um die Finanzierung. Foto: t&w

Rekordinvestitionen für Brandschutz geplant

Bardowick. Es sind die höchsten geplanten Investitionen für die Freiwilligen Feuerwehren in der Samtgemeinde Bardowick seit Jahren: Rund 650.000 Euro sind alle in im Budget für das Jahr 2020 eingeplant, das wurde bei der jüngsten Sitzung des Feuerwehr- und Katastrophenschutzausschusses des Samtgemeinderats deutlich. Als größter Einzelposten ist das geplante Feuerwehrgerätehaus in Radbruch vorgesehen. Zudem soll eine lange Wunschliste bei den Ausrüstungsgegenständen erfüllt werden. Der Ausschuss sprach sich einstimmig für die Pläne aus, das letzte Wort hat demnächst der Samtgemeinderat.

Arndt Conrad, allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters, sagte bei der Ausschusssitzung: „Wir haben einiges vom alten Investitionsstau abgearbeitet und haben alles, was jetzt von der Feuerwehr an uns herangetragen wurde, in den Haushalt aufgenommen.“ Allen voran das neue Feuerwehrgerätehaus in Radbruch, das für 2020 mit allein 400.000 Euro in den Samtgemeindehaushalt eingeplant ist. Das soll aber nur die Anschubfinanzierung für Planung und den möglichen Baubeginn absichern. Für 2021 soll eine weitere Million Euro durch eine sogenannte Verpflichtungsermächtigung vorreserviert werden. Aber auch das dürfte nicht reichen.

Neue Lichtmasten, Kameras und Sirene

Samtgemeindebürgermeister Heiner Luhmann (CDU) sagte: „Der Betrag wird nicht das Ende der Fahnenstange sein. Je nach dem für welche Ausführung wir uns entscheiden, wird noch einmal ein siebenstelliges Sümmchen oben draufkommen.“ Zuletzt war auch eine Variante im Spiel, wonach im Obergeschoss des neuen Feuerwehrgerätehaus Wohnungen eingerichtet werden könnten. Das war allerdings im Sommer auf Unverständnis bei der Gemeinde Radbruch gestoßen, die für den Standort an der Luhdorfer Straße/Ecke Rottorfer Straße einen anderslautenden Bebauungsplan auf den Weg gebracht hatte.

Lang ist vor allem die Liste für Betriebs- und Geschäftsausstattung der Freiwilligen Feuerwehren im Jahr 2020. Die Gesamtsumme beläuft sich in dem Bereich auf rund 180.000 Euro. Darunter verbergen sich beispielsweise vier neue Lichtmasten für insgesamt 20.000 Euro, vier neue Wärmebildkameras für 15.000 Euro oder ein Elektrohubwagen für 4500 Euro. Zudem soll die Sirene in Handorf erneuert werden für voraussichtlich 18.000 Euro.

Auch ein neuer hydraulischer Türöffner soll für die Brandschützer angeschafft werden für insgesamt 3000 Euro. Damit begegnet die Feuerwehr dem Umstand, dass auch Wohnungstüren mit immer besserer Sicherheitstechnik ausgestattet sind. Die hält nämlich nicht nur Einbrecher fern, sondern stellt im Notfall auch die Feuerwehren im Einsatz vor immer neue Herausforderungen.

Von Dennis Thomas