Montag , 28. September 2020
Bevor Yared Dibaba im Fernsehen den Bauern Knut Petersen spielt, musste er mit dem Trecker üben. Moderatorenkollege Sven Tietzer hat geholfen. Foto: Michael Behns

Erfolgreich gebaggert

Lüneburg. Eine Verbindung zur Hansestadt mit dem schönen Stint besteht schon seit Längerem. „Ich habe Cousinen, die hier leben. Einer von vielen Gründen, die mi ch immer wieder in die Altstadt ziehen“, erzählt Yared Dibaba, beliebter Schauspieler, Entertainer und Sänger. Doch jetzt regnet es auch rote Rosen für den TV-Star. Bald wird er als „Knut Petersen“ bei Lüneburgs beliebter Telenovela zu sehen sein.

„Ich bin so herzlich aufgenommen wurden von dem ganzen Filmteam. Die gute Stimmung fällt besonders auf“, schwärmt der Moderator. Doch wie kam der gebürtige Äthiopier jetzt eigentlich zu den Roten Rosen? „Wenn ich ehrlich bin, habe ich ein bisschen rumgebaggert. Ich kannte einige der anderen Schauspieler schon vorher und dort mitzuspielen, kam mir immer wieder in den Sinn“, gibt Yared Dibaba zu.

Serienhund „Betty“ spielt eine entscheidende Rolle

Spielen wird er den Bauern „Knut Petersen“ aus dem Wendland. Dieser möchte gerne den Hof von „Timo Saravakos“, besetzt von Jonathan Beck, pachten. Doch um sein Interesse durchzusetzen, stehen ihm einige Hindernisse und Schwierigkeiten im Weg. Letztendlich spielt Serienhund „Betty“ eine entscheidende Rolle.

Mit der Rolle des „Knut“ fühlt er sich durch die Heimatliebe verbunden. Yared Dibaba ist selber in einem 800-Seelen-Dorf im Kreis Oldenburg aufgewachsen. „Ich fühle mich als Norddeutscher und als Dorfkind“, erzählt der heutige Hamburger. Seit rund zwanzig Jahren lebt er mit seiner Familie inzwischen in der Hafenstadt.

Neben seiner Arbeit steht für Dibaba die Familie an erster Stelle: „Die Familie ist mir das Wichtigste im Leben.“ Dieses vertraute Gefühl findet er auch in den Lüneburger Filmstudios an der Lilienthalstraße wieder. „Alle sind wie eine große TV-Familie. In der Mittagspause wird gemeinsam gegessen, dann arbeitet auch niemand. Das ist ein tolles Ritual und stärkt das Gemeinschaftsgefühl“, bewundert der zweifache Familienvater das ebenso familiäre Rote-Rosen-Team.

„Für mich wäre der Job zu hart im echten Leben“

Zwischen zwei Wochen voller Drehtage darf ein bisschen Spaß auch nicht fehlen. „Für die Rolle des Knut durfte ich mit der ‚Brunhilde‘ von Moderatoren-Kollege Sven Tietzer ein bisschen üben“, berichtet Yared Dibaba lachend. Bei der „Brunhilde“ handelt es sich um einen roten Porsche-Trecker. Doch so einen Oldtimer zu steuern, ist gar nicht so einfach: „Die modernen, neuen Traktoren sind im Vergleich richtige Rennmaschinen. Die Oldies haben ihren ganz eigenen Kopf ohne jede Automatik.“

Außerdem bekennt der Schauspieler seinen Respekt und große Bewunderung gegenüber alle Bauern: „Für mich wäre der Job zu hart im echten Leben. Wenn du einen Hof hast, dann hast du Verantwortung und kannst nicht mal eben fortfahren.“

Am Donnerstag, 28. November, um 14.10 Uhr wird die erste Folge mit Yared Dibaba als Knut Petersen im Ersten ausgestrahlt. Der Schauspieler hofft zukünftig auf weitere Gastauftritte in der deutschen Telenovela. Auch das ganze Rote-Rosen-Team würde sich wünschen, ihn bald in der Hansestadt wieder zu sehen. Fans dürfen gespannt sein.

Von Malin Mennrich