In den gekennzeichneten Bereichen der Lüneburger Innenstadt gilt zwischen 8 und 19 Uhr eine Maskenpflicht. Darauf weisen die neuen Plakate hin. (Foto: Stadt Lüneburg)

Kleines Netz von Teststationen

Schnelltests sind ein wichtiges Instrument beim Modellversuch "Sicheres Öffnen" in Lüneburg. Dessen Start ist zwar auf unbestimmte Zeit verschoben, das Netz der Teststationen wird aber trotzdem ausgebaut. Und auch der Einsatz der Luca-App soll intensiviert werden.

Lüneburg. Das Modellprojekt, bei dem Läden in der Lüneburger Innensstadt auch ohne Termin zum Einkaufen öffnen sollen und die Gastronomie zumindest draußen wieder servieren darf, ist zwar zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben, einige Begleiterscheinungen, mit denen der für diese Woche geplante Start vorbereitet worden war, bleiben den Lüneburgern aber erhalten. So gibt es jetzt schon mehr Stationen, an denen Bürger einen Corona-Test machen können.

Zudem appelliert Oberbürgermeister Ulrich Mädge an alle Läden und Betriebe mit Publikumsverkehr, die Luca-App, die beim Modellprojekt verbindlich wird, schon jetzt intensiv zu nutzen. Laut Stadt hatten rund 40 Betriebe angekündigt, beim Modellversuch mitmachen zu wollen.

Vier Stationen offen, zwei weitere folgen

Bislang gab es zwei Teststationen in Lüneburg: eine auf den Sülzwiesen (geöffnet ist sie täglich von 9 bis 17 Uhr), eine im Glockenhaus (täglich von 8 bis 16 Uhr). Doch das Angebot wächst sukzessive. Eine neue Teststation auf dem Marienplatz ist ab sofort geöffnet. Täglich von 9 bis 17 Uhr können sich alle Menschen aus Stadt, Landkreis oder anderswo, unabhängig davon, wo und aus welchem Grund sie mit anderen Menschen in Kontakt kommen, dort testen lassen. Holger Pilch, stellvertretender Bereitschaftsleiter des DRK in Lüneburg, kündigt an: „Fünf Helfer werden hier im Einsatz sein.“ Eine vierte Teststation gibt es als Drive-In auf dem ehemaligen Exerzierplatz an der Konrad-Zuse-Allee im Lünepark, dort ist montags bis sonntags von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Am Mittwoch, 14. April, eröffnet die Kirchengemeinde St. Marien eine Station im Gemeindehaus, Friedenstraße 8. Von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 9 bis 12 Uhr ist hier geöffnet. Die Test sind ebenfalls kostenlos und können von allen genutzt werden. Diakon Martin Blankenburg hofft noch auf weitere Helfer, die sich unter diakon.blankenburg@kath-kirche-lg.de melden können. Auch ASB und DRK können für ihre Stationen weiter Freiwillige gut gebrauchen.

Am kommenden Montag, 19. April, soll auch die Teststation auf dem Bahnhofsvorplatz ihren Betrieb aufnehmen. Einzig die für das Modellprojekt geplante Teststation am Reichenbachplatz wird vorerst nicht in Betrieb genommen. Schon genutzt werden kann auch die Luca-App, von Betrieben ebenso kostenlos wie von Privatpersonen. Sie erleichtert dem Gesundheitsamt die Nachverfolgung von Kontakten.

Mädge von Modellprojekt überzeugt

Trotz der Verschiebung des Starts in allen ausgewählten niedersächsischen Städten ist Mädge weiterhin vom Modellprojekt überzeugt: „Im Moment haben wir gemäß Bundes- und Landesrecht doch die Situation, dass zum Beispiel Click & Meet bis zur Inzidenz von 100 möglich ist und dass weiterhin Supermärkte, Buchläden oder zum Beispiel Drogerien ohne Anmeldung geöffnet sind. Die Menschen sind so oder so unterwegs. Die Vorsichtigen und Verantwortungsvollen lassen sich schon jetzt testen, achten auf Abstände und Regeln. Es gibt aber auch die anderen. Im Modellprojekt hätten wir gerade mit Blick auf diese Personen durch Negativ-Tests und Tagestickets ein Plus an Sicherheit für alle erwirkt. Jede Kundin, jeder Kunde hätte im Modell-Geschäft gewusst, vor mir können heute in dieser Umkleidekabine nur Personen gewesen sein, die für diesen Tag ein negatives Testat haben. Auch das Personal wäre täglich getestet worden. Dieses Plus an Sicherheit haben wir ohne Modell nicht.“

Jetzt bleibe nur der Appell, die vielfältigen Testangebote möglichst rege zu nutzen. „Solange noch nicht alle geimpft sind, ist und bleibt Testen nun mal der einzige Weg, um frühzeitig mögliche Ansteckungsgefahren aufzuspüren und seine Mitmenschen zu schützen.“ lz

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