Marianna Graffam spielt die Rolle der Sabine Richter. (Foto: be)

Glucke vor und hinter der Kamera

Lüneburg. Sabine ist das Sandwich-Kind in der Familie Richter, eingeklemmt zwischen ihren beiden impulsiven Schwestern Astrid und Tina und ist der Ruhepol in der Familie. „Sie ist jemand, den man selbst gerne als Schwester hätte“, findet Marianne Graffam. Die Schauspielerin übernimmt die Rolle der Sabine Richter bei den Roten Rosen.

Sie skizziert die Figur in der Lüneburger TV-Serie: „Sabine will immer alle glücklich machen, führt daher auch den elterlichen Hof und weiß intuitiv, was andere wollen. Ich finde, sie ist einfach sehr lebensnah geschrieben.“ Es ist eine Episodenrolle mit der Option auf mehr, denn sie könnte eine wiederkehrende Rolle werden – noch ist das offen. „Sie ist ein bodenständiger Typ, der ins Leben passt. Jemand, bei dem ein Mann erst am Ende merkt, dass er sie heiraten sollte“, beschreibt Marianne Graffam und spricht von einem „gut geschriebenen Charakter“. Die Figur lasse noch viele zu. „Sie könnte ihre starke Seite mehr hervorholen oder die stille Helferin sein.“ Zwei Wochen dauerte ihr Lüneburg-Gastspiel – vorerst. In acht Episoden ist die Figur der Sabine Richter zu sehen, erstmals am Dienstag, 5. November.

Engagement fühlte sich an wie ein Heimspiel

Marianne Graffam ist 42 Jahre alt und in Schleswig-Holstein groß geworden. Als Kind des Nordens hatte sie mit Lüneburg natürlich keine Berührungsängste. „Es fühlte sich an wie ein Heimspiel, ich konnte sogar ein paar alte Freunde und die Familie wieder treffen. Aber auch das Arbeiten am Set fühlte sich an wie ein großes Familientreffen. Alle waren so hilfsbereit.“ Sie selbst hat lange in England gelebt, dort studiert und gearbeitet. 2003 kehrte sie für die Familiengründung wieder zurück nach Deutschland, hatte für einige kleinere Rollen im Studio Babelsberg gedreht und viel als Synchronsprecherin gearbeitet. Sie wirkte in Kurzfilmen mit, drehte Werbespots fürs Kino und fürs Fernsehen.

Ihre Kinder, heute neun und elf Jahre alt, haben sie zusammen mit ihrem Mann während der Drehtage besucht: „Ich habe sie ganz schön vermisst. Ich bin wie Sabine eine Glucke, die ihre Kinder beglücken will.“ Rote-Rosen-Anhänger gebe es auch in ihrer eigenen Familie. „Meine Cousine und meine Tante Conni sind große Fans und nehmen die Folgen sogar auf, wenn sie sie verpasst haben. Als sie erfahren haben, dass ich nun hier mitspiele, konnten die beiden sich gar nicht mehr einkriegen.“

Von Lorena Zapke