Freitag , 25. September 2020

Gefährliches Stalking: Ex-Freund soll ein Feuer gelegt haben

Update 05.11.2019: Wie die Polizei mitteilt, ist der Verdächtige mittlerweile einem Haftrichter vorgeführt worden. Der erließ einen Haftbefehl.

Lüneburg. Aus Einschätzung der Polizei könnte es auf den Vorwurf des versuchten Mordes hinauslaufen: Ein 27-Jähriger steht im Verdacht am Elternhaus seiner ehemaligen Partnerin ein Feuer gelegt zu haben. Der Vater der Frau bemerkt den Brand am Sonntagmorgen kurz nach sieben Uhr. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen steht der Beschuldigte im Verdacht, in den vergangenen Tagen zunächst in die Wohnung seiner ehemaligen Freundin Am Lehrgut in Adendorf eingebrochen zu sein. Eine Terrassentür nahm Schaden. Die Frau hatte in der Nacht zu Sonntag im Haus ihrer Eltern am Brandheider Weg in Lüne-Moorfeld übernachtet. Am Morgen wurde der Vater wach, weil er Brandgeruch bemerkte: Es qualmte aus einem Häuschen, in dem Gartengeräte untergestellt sind. Der 61-Jährige rief die Feuerwehr, die Helfer verhinderten, dass die Flammen auf das Wohnhaus übergriffen.

Die Polizei fährt in solchen Fällen im Umfeld routinemäßig Streife – und fasste kurz darauf einen 27-Jährigen. Er gilt als tatverdächtig: Der ehemalige Freund der jungen Frau soll sie mehrfach belästigt haben, auch eine Anzeige wegen Stalkings soll vorliegen. Entsprechende LZ-Informationen bestätigt Polizeisprecherin Antje Freudenberg.

Dem Vernehmen nach soll der Mann seine Ex-Partnerin seit Monaten nachstellen. Dies soll ein Grund dafür gewesen sein, dass sie nicht zu Hause, sondern am Brandheider Weg übernachtet hatte. Die Kripo geht nun auch der Frage nach, ob der Verdächtige sein Opfer verfolgt hat – bis zum Elternhaus. Die Ermittler überlegen, ob in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft ein Haftbefehl beantragt werden soll. Das stand am Nachmittag noch nicht fest.

Von Carlo Eggeling