Anna Petersen
LZ-Redakteurin Anna Petersen gehört in diesem Jahr zu den Nominierten für den renommierten Theodor-Wolff-Preis. (Foto: t&w)

Hohe Auszeichnung für LZ-Redakteurin Anna Petersen

Der Theodor-Wolff-Preis gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen in der deutschen Zeitungsbranche. Die LZ-Langzeitreportage „Chaos im Kopf“ von Anna Petersen ist jetzt von der Jury für die Kategorie „Bestes lokales Stück“ nominiert worden.

Lüneburg/Berlin. Ein Artikel der Landeszeitung für die Lüneburger Heide gehört zu den besten Reportagen, die 2020 in deutschen Zeitungen erschienen ist. Das hat am Mittwoch die Jury für den Theodor-Wolff-Preis des Bundesverbandes der Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) entschieden. Sie nominierte die am 1. Februar 2020 auf einer Doppelseite erschienene Reportage „Chaos im Kopf“ von Anna Petersen in der Kategorie „Bestes Lokales Stück“.

Insgesamt sind in fünf Kategorien 15 Beiträge von 22 Journalistinnen und Journalisten für die renommierteste Auszeichnung nominiert, die die Zeitungsbranche zu vergeben hat. Zu den drei Texten in der Kategorie „Bestes lokales Stück“ gehören zudem Fabian Huber mit „Bis dass der Tod uns nicht scheidet“ (Augsburger Allgemeine) und Susanne Lenz mit „Was war das für ein Rausch“ (Berliner Zeitung).

Für „Chaos im Kopf“ hatte Anna Petersen mehr als ein Jahr eine junge Frau mit Fetalem Alkoholsyndrom aus dem Raum Bienenbüttel auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben begleitet. Menschen mit dieser von ihren Müttern übertragenen Krankheit leiden unter anderem an unkontrollierten Gefühlsausbrüchen, Vergesslichkeit, Hyperaktivität und Depressionen.

Die feierliche Verleihung ist für den 9. Juni geplant

Anna Petersen ist seit Sommer 2019 Mitglied der LZ-Lokalredaktion. Ihre journalistische Ausbildung absolvierte die gebürtige Natendorferin (Landkreis Uelzen) bei der Allgemeinen Zeitung in Uelzen und studierte anschließend an der Leuphana. Es ist nicht die erste Auszeichnung für die 27-Jährige: 2018 wurde sie von der Jury der Fachzeitschrift MediumMagazin in die „Top 30 bis 30“ gewählt. Für zwei andere Reportagen erhielt sie zudem den Inklusionspreis Medien des Sozialverbands (SoVD) Niedersachsen und den Publizistikpreis „Alter“ des Meyer-Hentschel-Instituts.

Die eigentlichen Preisträgerinnen und Preisträger werden erst am Tag der Preisverleihung in Berlin gewählt und am Abend bekannt gegeben. Die feierliche Verleihung ist für den 9. Juni geplant. An der Ausschreibung hatten sich 484 Journalistinnen und Journalisten beteiligt. Der Preis ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert.

Der Theodor-Wolff-Preis erinnert an den langjährigen Chefredakteur des legendären Berliner Tageblatts, Theodor Wolff (1868 – 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.

Die Namen der mehr als 450 Preisträger seit 1962 sowie Details zum Preis finden Sie im Internet unter www.theodor-wolff-preis.de.  

Die Reportage „Chaos im Kopf“ lesen Sie hier. 

Von Marc Rath