Kinder legen Steine auf ICE-Strecke
Das Bild zeigt Steinmehlspuren zahlreicher überfahrener Schottersteine auf den Gleisen. (Foto: Polizei)

Kinder legen Steine auf ICE-Strecke

Winsen (Luhe). Das hätte schlimmer enden können: Mit dem Auflegen von Schottersteinen auf die Gleise der Bahnstrecke Hamburg-Lüneburg-Hannover haben spielende Kinder sich selbst und den Bahnverkehr gefährdet. Schnellzüge sind in diesem Streckenabschnitt mit bis zu 200 km/h unterwegs - die Reaktionszeit zum Verlassen der Gleise beträgt beim Erkennen nahender Züge nur rund zwei Sekunden.

Zum Beginn der warmen Jahreszeit ist wieder häufiger mit spielenden Kindern auf Bahnanlagen zu rechnen. Wegen hoher Zuggeschwindigkeiten, kurzen Reaktionszeiten
zum Verlassen der Gleise und Splitterwirkung von aufgelegten Gegenständen appelliert die Bundespolizei an Eltern, ihre Kinder von Bahnanlagen fernzuhalten. Dazu gibt es Gefahrenhinweise und Flyer unter www.bundespolizei.de

Am Mittwochnachmittag um 16.30 Uhr hatten zwei Lokführer das Überfahren der Steine auf zwei Gleisen gemeldet. Dazu müssen sich die Verursacher sogar im
mittleren der drei Gleise aufgehalten haben. Ein weiterer Lokführer sah mehrere Kinder an der Strecke. Der Tatort liegt am Ortsrand von Winsen unterhalb der
Straßenbrücke am Heidlandsweg, der zum Sportplatz des MTV Borstel-Sangenstedt führt.

Unter Blaulicht waren Streifen von Bundes- und Landepolizei im Einsatz. Die Kinder wurden nicht mehr angetroffen. Die Strecke musste eine halbe Stunde gesperrt werden - so verspäteten sich dreizehn Züge und zwei Züge fielen aus.

Die Bundespolizeiinspektion Bremen führt die Ermittlungen und bittet um Zeugenhinweise: Telefon 0421/16299-777. lz