Die Arbeitslosenquote ist in Stadt und Landkreis Lüneburger im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht gesunken. (Foto: A/be)

Zahl der Arbeitslosen leicht gesunken

Lüneburg. Im Oktober waren bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen 13 734 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenzahl nahm gegenüber September um 252 Personen (1,8 Prozent) ab. Im Vergleich zu Oktober 2018 verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 150 Personen (1,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote stagnierte mit 4,5 Prozent auf dem Vormonatsniveau. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnete sie ein Minus um 0,1 Prozentpunkte, berichtet die Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen.

„Im Oktober ist die Arbeitslosigkeit noch einmal leicht gesunken. Jedoch sehen wir auch, dass Arbeitslose, die das 50. Lebensjahr vollendet haben, nicht im vollen Umfang daran teilhaben“, führt Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, aus. Mehr als ein Drittel der Arbeitslosen war älter als 50 Jahre. Der Anteil wies eine Spannbreite von 39,1 Prozent im Landkreis Harburg über 38,4 Prozent in Lüchow-Dannenberg und 36,5 Prozent im Landkreis Uelzen auf. In Stadt und Landkreis Lüneburg fiel ihr Anteil mit 33,2 Prozent am geringsten aus. Insgesamt waren im Agenturbezirk Lüneburg-Uelzen 5005 Ältere arbeitslos gemeldet und damit 54 Personen (1,1 Prozent) mehr als im September. Verglichen mit Oktober 2018 waren 33 Personen (0,7 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet.

„Die demografische Entwicklung ist in der Gesellschaft spürbar. Am Arbeitsmarkt wird sie vor allem darin sichtbar, dass weniger junge Menschen den Ausbildungsmarkt strömen als noch vor einigen Jahren. Gleichzeitig stieg der Anteil älterer Arbeitsloser allein in den vergangenen fünf Jahren um fast fünf Prozentpunkte“, so die Arbeitsmarktexpertin. Dabei hat sie nicht nur den Ausschnitt Arbeitslosigkeit im Blick, denn auch das Durchschnittsalter der Mitarbeitenden steigt. „Ältere bringen wertvolle Fachkenntnisse und Lebenserfahrung mit, so dass altersgemischte Teams oftmals gute Ergebnisse erzielen“, hebt Kuechler-Kakoschke hervor. Unternehmen, die berufliche Qualifikationen ihrer Beschäftigten auf dem Laufenden halten wollen, können übrigens Zuschüsse erhalten. Möglich ist das mit Qualifizierungschancengesetz. Informationen dazu gibt es beim Arbeitgeber-Service unter der Rufnummer 0800 4 5555 20.

Unter den 5557 Stellenangeboten befanden sich 1100 Stellen, die im Monatsverlauf neu hinzukamen. Damit erhöhten sich die so genannten Stellenzugänge gegenüber September um 116 Stellen (11,8 Prozent), verzeichneten jedoch ein Minus im Vorjahresvergleich um 138 Stellen (11,1 Prozent). Die meisten Stellenzugänge kamen aus den Bereichen Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (355 Stellen, darunter: Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften mit 310 Stellen), Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz (173 Stellen), Gesundheits- und Sozialwesen (130 Stellen), Verarbeitendes Gewerbe (82 Stellen), und Öffentliche Verwaltung (72 Stellen). lz

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