Christa Mühl ist im Alter von 72 Jahren gestorben. (Foto: privat)

Trauer um frühere Rosen-Regisseurin

Lüneburg. Eine traurige Nachricht erreichte jetzt das Set der Roten Rosen: Christa Mühl ist gestorben. Sie war Regisseurin der ersten Folgen der Lüneburger Fernsehserie, zählte danach noch bis 2010 zum Team, das an der Zeppelinstraße täglich eine Folge produziert.

Christa Mühl wuchs in Halle (Saale) auf und studierte nach ihrem Abitur Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR in Babelsberg. Ab 1973 war sie als Regieassistentin im Bereich Dramatische Kunst des DDR-Fernsehens tätig. Als Regisseurin verfilmte sie unter anderem Romanvorlagen von Bertolt Brecht und Theodor Fontane und war auch für die Krimireihe „Polizeiruf 110“ tätig. Im Jahr 1988 wurde sie mit dem Kunstpreis der DDR ausgezeichnet.

2015 Debüt als Krimi-Schriftstellerin

Nach der Wende inszenierte sie fürs Fernsehen unter anderem mehr als 40 Folgen der ARD-Krankenhausserie „Für alle Fälle Stefanie“, arbeitete parallel auch als Drehbuchautorin. Für die Vorabendserie „Marienhof“ übernahm sie in den Jahren 1992 bis 1994 beides, schrieb die Drehbücher und führte Regie, ebenso bei der Reihe „Stubbe – Von Fall zu Fall“ und beim Schlosshotel Orth. Sie schrieb auch fürs ZDF-Traumschiff, führte Regie bei „Bianca – Wege zum Glück“. 2015 gab sie mit „Seniorenknast - Wir kommen“ ihr Debüt als Krimi-Schriftstellerin.

In Lüneburg hat sie dem Team mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem Engagement gerade in der Anfangszeit sehr geholfen, würdigt das Produktionsteam. Die ersten Rosen-Folgen unter ihrer Regie werden auch gerade wieder im MDR wiederholt, laufen täglich am frühen Morgen.

Christa Mühl lebte zuletzt in Berlin, wo sie nun im Alter von 72 Jahren verstarb. lz