Die Wälder in der Göhrde sollen wieder gekalkt werden. Foto: Landesforsten

Jede Menge Kalk im Anflug

Göhrde. Die Niedersächsischen Landesforsten wollen 1000 Hektar durch Luftschadstoffe geschädigten Wald im Bereich des Forstamtes Göhrde kalken. Die Kalkung wird ausschließlich in den Forstorten Dübbekold und Leitstade durchgeführt, außerhalb aller Wald-Schutzgebiete. Hierzu werden mit Hilfe von Hubschraubern pro Hektar rund drei Tonnen Magnesiumkalk (aus regionaler Herkunft) ausgebracht. So soll die Bodenversauerung abgepuffert werden. Auch nach mehr als 30 Jahren verbesserter Luftreinhaltepolitik brauchen manche Waldflächen weiterhin die Hilfe der Förster.

Betroffene Gebiete werden kurzzeitig gesperrt

Säurealtlasten und aktuell immer noch überhöhte Stickstoffeinträge machen den basenarmen Standorten und den darauf stehenden Wäldern weiterhin schwer zu schaffen. Während der Kalkungs-Aktion kann es kurzfristig zu Beeinträchtigungen beim Betreten des Waldes kommen. Der ausgebrachte Naturkalk ist zwar für den Waldbesucher gesundheitlich ungefährlich, gleichwohl kann es durch die Feinpartikel aber zur Verunreinigung von Kleidungsstücken kommen. Betroffene Gebiete werden daher kurzzeitig gesperrt, bis eine Gefährdung durch die schwebenden Lasten der Kalkbehälter ausgeschlossen werden kann und sich die Kalkpartikel gesetzt haben. lz